Charlotte Würdig im Interview: Altern macht ihr sogar Spaß

Auf die Minute pünktlich schneit Charlotte Würdig, 41, zum Interview-Termin rein. GALA trifft die TV-Moderatorin am Rande der Fashion Week in Berlin in der Beautylounge von M1 Med Beauty. Die Frau von Rapper Sido, 39, strahlt, witzelt und kontert schneller als die französische Fußballnationalmannschaft.

Charlotte Würdig im GALA-Interview

Sie und Ihr Mann sind ja tätowiert… Wäre es ein Problem wenn Ihre Kids eines Tages mit Tattoos nach Hause kommen würden?
Meine Kinder sind jetzt gerade mal 6 und 3 Jahre alt. Also jetzt hätte ich damit auf jeden Fall ein Problem (lacht).

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Und später? Bei den Beckhams heißt es ja auch, dass die Eltern die Tattoos von Brooklyn anfangs nicht gut fanden.
Ich glaube es ist schwierig, jemandem etwas zu verbieten, das man selbst tut. Ich fände es irgendwie auch unglaubwürdig alles vehement zu verbieten. Wir handhaben das ganz erfolgreich mit Dingen wie Süßigkeiten oder Fernsehen. Aufklärung und Entspanntsein hilft mehr als verbieten. Da reizt das Verbot nur noch mehr. 

Gibt es denn etwas, das Sie bereuen an Ihrem Körper verändert zu haben?
Ja, es gibt die ein oder andere Haarfarbe, bei der man hätte gucken können, wie sie im Tageslicht wirklich aussieht.

Welche?
Ach, in der Oberstufe hatte man ja nicht das Geld für den Friseur, da ist man dann in den Drogeriemarkt gegangen. Und da wurde dann schnell aus Pflaume Lila. 

“Altern kann auch Spaß machen”

Wie eitel sind Sie?
Ich mache schon einen Unterschied zwischen eitel sein für sich selbst oder für andere Leute. Letzteres ist gefährlich. Aber wenn man eitel für sich selbst ist und sich immer selbst reflektiert dann finde ich das schon gesund und auch notwendig.

Und wie eitel sind Sie nur für sich, wie viel Zeit verbringen Sie mit Ihrem Äußeren?
Im Alltag bin ich so eitel, wie es möglich ist. Als Mutter von zwei aufgeweckten Jungs und Unternehmerin bleibt dafür dann auch einfach keine Zeit. Ich achte aber immer darauf, dass die Basis stimmt.

Eine gewisse Grundpflege ist das A&O.

Wer eine schöne und gepflegte Haut hat, kann auch mal ohne Foundation das Haus verlassen. Im Alltag gibt man mir morgens gerade mal 15 Minuten. Aber klar, wenn ich statt im Büro an dem Tag vor der Kamera stehe, gibts ein paar Minuten mehr (lacht). 

Altern Sie gerne? 
Wie alles im Leben hat auch das Altern seine zwei Seiten. Doch Altern kann auch Spaß machen. Eines ist schon mal sicher: Man weiß, was man will, was man nicht will und lernt auch, Nein zu sagen. Das konnte ich früher nicht so gut.

Wie bekommen Sie denn überhaupt alles unter einen Hut – Beziehung, Kinder, Jobs, eigene Interessen?
Wie alle Mütter da draußen! Ich verschwende keine Zeit damit, rückwärts zu gucken. Ich plane, nicht alles klappt. Was schief geht geht halt schief. Meine Mutter hat immer gesagt: Wenn dich eine Sache in fünf Jahren noch tangiert, dann war sie wichtig. Alles andere: Vergessen. Da fällt schon viel weg, wenn man das beherzigt.

“Yoga ist nicht mein Gebiet”

Was motiviert Sie?
Meine Kids motivieren mich. Insbesondere ein besserer Mensch zu sein. Man bekommt schon viele Charakterzüge gespiegelt… und auch mein Freundeskreis, der gibt mir Energie. Ich bin generell auch kein ruhiger Mensch.

Also kein Yoga um runterzukommen?
Nee, Yoga ist nicht mein Gebiet. Aber ich achte darauf, dass meine Workouts mich nicht stressen.

Viele würden aber sagen, dass Sport sie stresst…
Ja, und ich glaube, wenn Sport Stresshormone freisetzt wird alles blockiert.

Was sind Ihre Vorsätze für 2020? 
Ich habe keine Vorsätze, dann muss ich die ja einhalten (lacht). Ich setze mir lieber Etappenziele.

“Vom Verbieten halte ich nichts”

Verbieten Sie sich irgendwas?
Nein, vom grundsätzlichen Verbieten halte ich nichts. Dafür mag ich Schokolade auch einfach viel zu sehr, als dass ich mich für immer davon verabschieden könnte. Aber: Wenn ich für ein Shooting oder einen wichtigen Job trainiere dann würde ich nicht kurz vorher jeden Tag Käsefondue und zwei Flaschen Weißwein reinkippen.

Käsefondue ist also Ihre Sünde?
Käse allgemein – und Wein! Das liebe ich. Aber ich bin diszipliniert. 

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Sie sind ja auch auf Instagram aktiv. Macht Sie der Bodydruck dort nervös? 
Nein, mich macht das nicht nervös. Warum sollte es auch? Bodydruck, egal ob auf Instagram oder im normalen Leben, entsteht ja durch Vergleiche mit anderen. Da steige ich schon aus. Für mich ist es wichtig, dass ich mich wohl und gesund fühle in meinem Körper. Ich persönlich brauche dafür einfach Sport und gesunde Ernährung. Glauben Sie mir: Die Weihnachtstage habe ich kulinarisch auch sehr genossen, aber nach dem gefühlt 20. Gänsebraten konnte ich mich kaum noch bewegen (lacht).

Gucken Sie online auf die Kommentare?
Ich antworte sogar auch gerne.

Aber nehmen Sie sich die blöden Sprüche zu Herzen?
Nein, das tue ich nicht. Wenn XYZ aus W findet, dass mein Bauch zu trainiert ist, dann ist das seine Meinung. Wenn er diese undifferenziert von sich gibt macht er sich selbst zum Idioten. Da bin ich ganz selbstbewusst. Kann ich auch jedem nur raten. Sonst wird es schwierig im Netz …

Verwendeten Quellen: Eigenes Interview

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