Brandschutz immer schon großgeschrieben

Größtmögliche Brandschutzmaßnahmen seitens der Firma Beiser Galvanik und ein vorbildlicher Einsatz von 270 Feuerwehrmännern und -frauen haben beim Großbrand am Dezember des Jahres 2018 noch Schlimmeres verhindert.

Durch den Großbrand am Standort der Firma Beiser sind wesentliche Teile des erfolgreichen Unternehmens zerstört worden. Von den immer schon vorbildlichen Brandschutzmaßnahmen, der seit Jahren guten Zusammenarbeit mit der Feuerwehr und dem herausfordernden Einsatz am 6. Dezember 2018 berichtet in einem Gespräch der als Einsatzleiter tätige Rainer Büsel.

Büsel ist Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Götzis und kannte wie etliche seiner Mitstreiter die baulichen Verhältnisse bei der Firma Beiser recht gut:„Wir haben im Lauf der Jahre mehrere Übungen auf dem Gelände durchgeführt und dabei alle möglichen Varianten durchgespielt.“

Bald einmal Großalarm ausgelöst

Den ersten Alarm bei diesem Brandgeschehen hat eine Brandmeldeanlage im Inneren des Industriebetriebes um 3.23 Uhr ausgelöst, auf der vergleichsweise niedrigen Stufe 14. Auf dem Weg zum Feuerwehr-gerätehaus ist dann aber einem Florianijünger, der vom Ortsteil Kommingen her leuchtende Feuerschein aufgefallen. Auch deshalb war schnell klar, dass es sich um ein größeres Ereignis handelt und es wurde Brandalarm der Stufe F3 ausgelöst, bald darauf die höchste Alarmierungsstufe F4.

Das bedeutete, dass in der Folge nicht weniger als 14 Feuerwehren mit dutzenden Fahrzeugen zum Brandort eilten. Neben den freiwilligen Feuerwehren von Altach, Koblach, Mäder und Götzis waren dies auch die Feuerwehren Rankweil und Nüziders mit ihren Großtanklöschfahrzeugen sowie die Feuerwehren Feldkirch-Stadt und Hohenems mit ihren Drehleitern. Zur Verpflegung der zahlreichen Feuerwehrleute, der Kräfte der Rotkreuz-Ortsstellen Götzis und Hohenems, der Feuerwehrtührungskräfte von Bezirk und Land, der Landeswarnzentrale sowie LR Christian Gantner rückte der Katastrophenzug Hard aus.

Logistische Herausforderung

Für die sich aufgrund des Feuerausmaßes über vier Stunden hinziehende Bekämpfung des Brandes bis zu dessen Eindämmung reichten die eingesetzten Tanklöschfahrzeuge allein natürlich nicht aus. „Wir mussten Löschwasser mit teilweise besonders langen Schlauchleitungen vom Hopbach und von Mäder holen, und wir hatten auch die Bevölkerung zu informieren“, erinnert sich Büsel. Um das alles gut bewältigen zu können, wurden die beteiligten Kräfte in drei Abschnitte gegliedert. Bei einem der massivsten Brände, mit denen es die Feuerwehren der Region je zu tun hatten, war das Gefahrenpotenzial hoch. So wurde ein Teil des Löschwassers – durch den Einsatz von Pumpen auf das Beiser-Gelände zurückgebracht. Zum Halten des Löschwassers innerhalb des Gebäudes bzw. Firmenareals haben die Sandvorräte im Feuerwehrgerätehaus nicht ausgereicht, also wurden die dafür nötigen Sandsäcke zum Teil mit dem Inhalt von Sandkisten aus der Nachbarschaft gefüllt. „Wir haben zur Sandbeschaffung auch gute Kontakte zum Bauhof, darüber hinaus sind wir auch in anderer Hinsicht froh, dass wir uns auf das Improvisationstalent unserer Leute verlassen können“, würdigt der Einsatzleiter die reife Leistung der beteiligten Florianijünger.

Vorsorge weiter verbessert

Seitens der Beiser-Unternehmensleitung wurde auch nach dem Großbrand das bewährte Bemühen um Brandschutz beibehalten. „Im Zusammenhang mit dem Neubau sind wir gefragt worden, was man in dieser Hinsicht noch brauchen könnte, was vorteilhafte Vorkehrungen sein könnten“, berichtet der Götzner Feuerwehrkommandant. Es sind dann auch viele Anregungen berücksichtigt worden.

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