Die Gasheizung tauschen

Was ist die besteAlternative zur Gasheizung? Diese Frage kann leider nicht pauschal beantwortetwerden. Dennoch lassen sich in Bezug auf die Gründe des Wechsels einigegrundlegende Überlegungen anstellen.

Eines vorweg: Wer die Gasheizung nur aus Angst vor hohen Energiekosten tauschen will, wird kaum auf einen grünen Zweig kommen. Vor allem, wenn die Gasheizung und das Gebäude vielleicht erst zehn oder 15 Jahre alt sind. Dafür ist die neue Heizung zu teuer und der Energieverbrauch zum Gegenrechnen zu niedrig. Maßnahmen kann man natürlich dennoch setzen: Die um ein Grad reduzierte Raumtemperatur senkt den Gasverbrauch um fünf Prozent. Und der Bezug von Biogas hält das Geld in der Region.

Alternativen vom Gebäudeabhängig.Überlegungen zum Wechsel aus anderen Gründen – eine Heizung am Ende ihrer­Lebensdauer oder ökologische Aspekte – machen aber jedenfalls Sinn. DerenErgebnis hängt entscheidend vom Gebäude ab: Ist das Gebäude mit einerFußbodenheizung ausgestattet und liegt die Vorlauftemperatur unter 40 Grad,dann sind von der Luft-Wasser-Wärmepumpe bis zur Pelletsheizung alle Systemedenkbar. Diese beiden sind auch die gängigsten Alternativen. Sie liegen nachAbzug der Förderungen preislich derzeit auf etwa demselben Niveau,funktionieren vollautomatisch und mit hohem Bedienkomfort. Liegt allerdings dieVorlauftemperatur über 40 Grad, werden Luftwärmepumpen nicht mehr gefördert undverlieren wirtschaftlich an Attraktivität. Liegt sie noch höher, reduzieren sichdie Alternativen dann auch technisch allmählich auf Biomasseheizungen wiePellets oder Stückholz.

Nahwärme macht immer Sinn. Eine Alternative die, sofern verfügbar, immer funktioniert, ist der Anschluss an ein Nahwärmenetz. Informationen über Anschlussmöglichkeiten gibt‘s online (Link siehe Infobox), in den Gemeinden oder beim Netzbetreiber direkt. Es gibt noch weitere Alternativen, die in Einzelfällen sinnvolle Lösungen darstellen: Den Ofen im Wohnzimmer zur Kachelofen-Ganzhausheizung aufzuwerten beispielsweise. Oder sich mit den Nachbarn zu einer gemeinsamen Heizung zusammenzuschließen.

Online-„Helfer“ und Informationen

Der Online-Helfer „Hexit“ hilft Ihnen, grundsätzliche Überlegungen zur neuen Heizung anzustellen. Sie finden diesen unter www.energieinstitut.at/hexit
Die wichtigsten Informationen zu den gängigen Alternativen und zu den aktuellen Förderungen finden Sie auf www.energieinstitut.at/raus-aus-gas

Förderungen im Überblick

Der Ersatz einer Öl- oder Gasheizung im Ein- und Zweifamilienhaus wird wie folgt gefördert:

  • Ersatz durch eine Luft-Wasser-Wärmepumpe: bis zu 7500 Euro
  • Ersatz durch eine andere Wärmepumpe bzw. eine Holz- oder Pelletsheizung: bis zu 11.500 Euro
  • Anschluss an ein Nahwärmenetz: bis zu 13.500 Euro

Mehr darüber unter: www.energieinstitut.at/raus-aus-gas

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