Erfolg: Dieser Fehler verhindert womöglich, dass Sie Ihre Ziele erreichen

Wir haben oft ein ganz bestimmtes Ergebnis vor Augen, wenn wir uns ein Ziel setzen. Egal ob es um ein Fitnessziel geht, ein privates Projekt oder ein Jobthema – wir können uns meist schon genau vorstellen, wie stolz wir sein werden, wenn wir unser Vorhaben geschafft haben. Manchmal reicht aber dieses Gefühl des Erfolgs nicht aus, dann brauchen wir andere Dinge, um uns zu motivieren. Das kann Geld sein oder aber auch Lob von anderen. Solche Honorierungen kommen im Gegensatz zur intrinsischen Motivation von außen. Und das kann sich negativ auf unsere Erfolgsaussichten auswirken.

(Materielle) Motivation von außen hat oft die gegenteilige Wirkung

Denn das Problem an solchen externen Belohnungen: Haben wir uns einmal daran gewöhnt, brauchen wir sie, um am Ball zu bleiben. Gibt es dann plötzlich kein Lob mehr von der Chefin oder der monetäre Anreiz eines Sonderbonus fällt weg, sorgt das schnell dafür, dass wir gar keine Lust mehr haben, uns anzustrengen.

In der Psychologie nennt sich das Ganze Korrumpierungseffekt. Demnach verdrängt die sekundäre Motivation, also Geld, Lob und so weiter, die primäre, intrinsische Motivation. Primär motivieren uns die Tätigkeit selbst und unser eigener Stolz, während es sekundär nur noch die äußeren Anreize tun – also die Belohnungen. Entfallen sie, können wir uns häufig nicht aufraffen, etwas für unser Ziel zu tun.

Schuld daran ist die Wirkweise unseres Gehirns. Bekommen wir nämlich Geld oder ein Lob als Belohnung für eine Leistung, schüttet unser Gehirn Dopamin aus. Dieses Glückshormon kann uns regelrecht süchtig machen. Wenn der Dopamin-Rush durch das Ausbleiben dieser Anreize nicht mehr in Aussicht steht, macht unser Gehirn es uns schwieriger, motiviert zu bleiben.

Der Korrumpierungseffekt in der Forschung

1971 konnte ein Psychologie-Professor an der Universität Rochester im US-Bundesstaat New York nachweisen, wie der Korrumpierungseffekt – auf Englisch übrigens der Overjustification Effect – uns beeinträchtigt. Für ihren Versuch haben Edward Deci und sein Team Studierende in zwei Gruppen eingeteilt. Beide sollten ein Puzzle legen.

Die erste Gruppe setzte das Puzzle zweimal zusammen, ohne dass sie einen materiellen Lohn dafür bekam. Die zweite Gruppe bekam Geld, nachdem sie das Puzzle das erste Mal fertiggestellt hatte. Beim zweiten Mal haben die Forschenden den Studierenden allerdings kein Geld mehr angeboten – und siehe da: Sie waren nun sehr viel weniger motiviert, das Puzzle zu legen.

Intrinsische Motivation verhilft uns stärker zum Erfolg

Äußere Verlockungen spornen uns also langfristig viel weniger zum Erfolg an, als wir gemeinhin glauben. Stattdessen es ist wichtig, dass wir aus uns selbst heraus motiviert sind. Die Tätigkeit an sich muss uns Spaß machen, der Erfolg des Anpackens uns motivieren – egal, ob es um den Beruf, Sport oder etwas anderes geht.

Nur den Dopamin-Rush der externen Belohnung anzustreben, kann dafür sorgen, dass wir die Lust verlieren, sobald er ausbleibt. Intrinsische Motivation dagegen kann uns nachhaltig zum Erfolg verhelfen.

Verwendete Quellen: bustle.com, spektrum.de

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