Haus in Neuschoo (Landkreis Wittmund) explodiert: Familie Meyer verliert fast alles

Familie aus Neuschoo (Landkreis Wittmund) verliert in Sekunden ihr ganzes Haus

Eigentlich ist es ein Tag wie jeder andere: Nicole Meyer aus Neuschoo im Landkreis Wittmund kann länger schlafen, weil sie Spätdienst hat. Auch ihr Mann und ihr Sohn, der Onkel ihres Mannes und die vier Hunde sind zuhause. Doch dann: Ein Knall, Hitze – und das Leben der Familie hat sich wohl für immer verändert.

Wie Nicole Meyer den Moment der Explosion erlebt hat und warum auch das “neue” Haus für viel Ärger sorgt, sehen Sie im Video.

Die Ursache für die Explosion ist noch ungeklärt

Am 8. Oktober passiert das Unglück. Was die Explosion ausgelöst hat, ist derzeit noch unklar. “Ich gehe davon aus, dass es irgendwo eine Leckstelle gegeben hat”, vermutet Nicole Meyer im RTL-Interview. Sie und ihr Sohn erleiden nur leichte Verbrennungen und sind schnell außer Gefahr. Später wird auch der Onkel ihres Mannes aus dem Haus gebracht. Bis ihr Mann endlich gerettet ist, vergehen gut drei Stunden – weil das Haus einsturzgefährdet ist, sind die Rettungsarbeiten mit vielen Schwierigkeiten verbunden. Schließlich müssen auch die Rettungskräfte ohne weitere Absicherung in das kaputte Haus.

Viel Hilfe von Freunden

Ihr Mann schwebt anfangs in Lebensgefahr, erst zwei oder drei Tage später verbessert sich seine Situation. Die Familie und ihre Hunde kommen bei Verwandten unter, Freunde helfen, so gut es geht. Wegen der polizeilichen Ermittlungen und dem Zustand des Hauses dürfen die Meyers zudem nicht oder nur kurz in ihr Haus, sind auf Spenden der Kleiderkammer, Freunde und viele nette Menschen angewiesen, die ihnen in dieser schweren Zeit zur Seite stehen. “Ich bin froh, dass wir alle leben. Das ist das Wichtigste. Alles andere kann man ersetzen”, sagt Nicole Meyer mit Blick auf das, was mal ihr Haus war.

Schwierige Wohnungssuche

Schnell ist klar, dass zumindest übergangsweise eine neue Wohnung gefunden werden muss. Das Problem: Die vier Hunde. “Die Option, die Hunde wegzugeben, gab es nicht. Dann hätten wir wahrscheinlich recht schnell was gefunden. Aber das kam für uns nicht infrage.” Nach kurzer Internet-Recherche fällt dann die Wahl auf ein mobiles Haus.

Ärger in den neuen vier Wänden

Das Pech scheint die Meyers jedoch zu verfolgen: Dass ihr “neues” Haus einen Vandalismusschaden hat, wissen sie schon beim Kauf. Der entpuppt sich allerdings als deutlich größeres Problem. Bis der Schaden behoben und ein kleiner Vorbau inklusive Ofen gebaut ist, wird die Familie wahrscheinlich 6.000 Euro ausgegeben haben – zusätzlich zu den 4.000 Euro, die die Anschaffung und der Transport schon gekostet haben. Immerhin: Wenn irgendwann das kaputte Haus abgerissen und an gleicher Stelle ein neues Haus gebaut ist, soll das mobile Haus Gästen zur Verfügung stehen.

“Ich sage mir immer, am Ende wird alles gut und alles hat so seinen Sinn. Es passiert alles aus einem Sinn. Ich mache einfach weiter. Ich habe aufgehört, mich über Dinge aufzuregen, die ich eh nicht ändern kann. Ich kann an dieser Situation nichts ändern und ich muss das Beste daraus machen”, sagt Nicole Meyer heute.

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