Kaldenkirchen bleibt dunkel: Dorf kämpft für Weihnachtsbeleuchtung

"Nur wir sind stockduster"

In diesem Jahr, in dem in der Adventszeit alles anders ist, man nicht mit kalten Füßen und einer dampfenden Tasse Glühwein über den Weihnachtsmarkt schlendern kann und viele Familien sich an Weihnachten nicht sehen können, sind es die kleinen Dinge, die uns ein Gefühl von Besinnlichkeit geben. Beleuchtete Schaufenster, geschmückte Tannen oder leise Weihnachtsmusik in den Geschäften. Doch eine kleine Gemeinde an der holländischen Grenze muss in diesem Jahr nicht nur auf ihren traditionellen Weihnachtsmarkt verzichten, sondern auch auf ihre Dorfbeleuchtung. Als einzige Gemeinde in der Umgebung!

„Die Beleuchtung bringt allein schon eine Harmonie ins Dorf"

Für die rund 10.000 Einwohner in Kaldenkirchen sind die traditionellen Weihnachtslichter mehr als eine einfache Beleuchtung. Im Gespräch mit RTL erzählt eine der Anwohnerinnen, Sandra Düz, dass die Lichter die Einwohner in der Adventszeit zusammengebracht hätten. “Die Beleuchtung bringt allein schon eine Harmonie ins Dorf. Wenn das Lichterfest war, war die Stadt überfüllt. Da sind einfach alle zusammengekommen.” Auch wenn das Lichterfest, also der traditionelle Weinachtsmarkt, in diesem Jahr nicht stattfinden kann, hätte die Weihnachtsbeleuchtung zumindest ein bisschen Besinnlichkeit in das Dorf gebracht.

Schon am frühen Abend ist es dunkel

Sobald die Geschäfte um 19 Uhr schließen, ist es in dem kleinen Dorf dunkel. Besonders traurig stimmt Samantha dabei, dass die umliegenden Dörfer alle schon geschmückt sind. “Es ist echt schade, weil sieben Kilometer weiter fängt schon das nächste Dorf an und das ist voll beleuchtet. Es sind alle beleuchtet, nur wir sind stockduster.”

Die Stadt selber begründet ihre Entscheidung darin, dass die Lichter zu kostenspielig seien. Das stößt bei den Dorfbewohnern auf Unverständnis. Sie haben selber schon versucht die Stadt umzustimmen – leider ohne Erfolg. Wie es aussieht, werden die Kaldenkirchener tatsächlich auf ihre Lichter verzichten müssen. Auch wenn in diesem Jahr jeder Funk von Normalität besonders wichtig gewesen wäre.

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