Sicherung der Energieversorgung

vorarlbergnetz investiert in den Ausbau und die Digitalisierung der Netze. Einumfangreiches Forschungsprojekt ist die wissenschaftliche Basis, um aktuellenund kommenden Herausforderungen zu begegnen.

Vorarlbergs Haushalte und Unternehmen können sich daraufverlassen, dass der Strom jederzeit zur Verfügung steht. Das belegen auch indiesem Jahr die aktuellsten Zahlen zur Netzverfügbarkeit. Mit einerdurchschnittlichen Nichtverfügbarkeit von nur 2,3 Minuten ohneNaturkatastrophen rangiert die Vorarlberger Energienetze GmbH (vorarlberg netz)auch im Jahr 2020 im internationalen Spitzenfeld. Gleichzeitig gehören dieNetztarife zu den niedrigsten im gesamten Bundesgebiet. „Wir freuen uns sehrüber den Status quo und sehen diesen als Bestätigung unserer Arbeit“, so illwerke-vkw-Finanz-und Personalvorstand Christof Germann: „Und natürlich motiviert er uns, denbisherigen Weg fortzusetzen und vor allem auch die aktuellen Herausforderungenim Netzbereich aktiv anzugehen.“

Verlagerung zum Strombereich

Im Zuge der Energiewende kommt es in der heimischenEnergiewirtschaft immer weiter zu einer Verlagerung in den Strombereich. Dasbedeutet für den Netzdienstleister, dass bereits heute alle Hausaufgabenerledigt werden müssen, um die hohen Anforderungen bewältigen zu können. „DieEnergieerzeugung aus erneuerbaren Quellen bedeutet für uns, dass diePlanbarkeit der Netzauslastung zum einen geringer wird und dieBelas­tungsspitzen höher werden. Dabei ist es wichtig, dass wir jedes dieserSzenarien zu jedem Zeitpunkt abbilden und bewältigen können. Die Steigerungenim Bereich der Elektromobilität, vermehrte Einspeisungen über Photovoltaik,Wetter- und witterungsbedingte Schwankungen und vieles mehr erhöhen dieNetzanforderungen, darauf müssen wir uns einstellen“, so Christof Germann.

„Für die Bereitstellungeiner leistungsfähigen Netzinfrastruktur investieren wir jedes Jahr erheblicheMittel in den weiteren Ausbau, die Erneuerung und Instandhaltung derNetzanlagen. Gleichzeitig simulieren wir in der strategischen Netzentwicklungverschiedene Zukunftsszenarien und planen langfristig“, sovorarlberg-netz-Geschäftsführer Johannes Türtscher. Jüngstes Beispiel ist dasgerade abgeschlossene Projekt „Netzentwicklung – Mission 2030“ dessenErgebnisse jetzt vorliegen.

Kooperation mit der FH

„Das Projekt in Kooperation mit der Fachhoch­schuleVorarl­berg und der Forschungsstelle für Energiewirtschaft in München hat klaraufgezeigt, dass wir beim Ausbau der Netzinfrastruktur zukünftig nochintensiver auf mehreren Schienen arbeiten müssen“, so Christof Germann. Es isteine Kombination aus konventionellen und intelligenten Maßnahmen, die uns auchin den kommenden Jahrzehnten eine stabile Energieversorgung garantiert. Es istschlichtweg nicht möglich und wirtschaftlich nicht sinnvoll, die kommenden Herausforderungennur mittels konventionellem Netzausbau zu schaffen.

In Zahlen ausgedrückt, inves­tiert der Netzdienstleisterdamit bis 2030 zusätzlich zu den jährlichen Investitionen für Erneuerung undInstandhaltung rund 100 Millionen Euro in Netzausbau und Digitalisierung.„Dieser Betrag beinhaltet zum einen erforderliche Netzverstärkungen, dieModernisierung, Ertüchtigung und den Bau von neuen Trafostationen imOrtsnetzbereich und zum anderen Ertüchtigungs- und Erweiterungsmaßnahmen imUmspannwerksbereich“, so Türtscher.  Einwichtiger Schritt für Gesellschaft und Wirtschaft in Vorarlberg zur Festigungder Spitzenposition in Europa.

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