Stefan Raab: „Täglich frisch geröstet“ ist „eine neue Talentplattform“

Wen würde Stefan Raab wohl gerne einmal roasten?

Wer überrascht mit ungeahntem Late-Night-Talent und wer fällt komplett durch? In insgesamt acht Folgen der neuen TVNOW Late-Night-Show “Täglich frisch geröstet”, produziert von RAAB TV, stellen sich verschiedene Promis der Challenge “Late Night Host”. Dabei müssen sie ein dickes Fell beweisen, denn ihre Moderationsversuche werden schonungslos von einem prominenten Roaster kommentiert. Am 16. November 2020 geht es mit Ralf Moeller als Host und Olaf Schubert als Roaster los. Was Produzent Stefan Raab über “Täglich frisch geröstet” denkt, wen er gerne mal rösten würde und warum “Roasten” in Deutschland bisher eher ein Nischen-Dasein pflegte, verrät er im RTL-Interview.

Stefan Raab: „Netflix konnte es sich nicht leisten“

Herr Raab, wie kamen Sie auf die Idee, eine neue Late-Night-Show zu produzieren?

Die Idee kam zu mir. Wer soll’s denn moderieren, war die Frage und die Antwort war: “Wird man sehen, erst mal alle.” Jeder kann durch die Show führen, er muss es nur verkraften können, dass er direkt vom Roaster die Meinung gesagt bekommt. Kann schmerzhaft sein, aber sehr amüsant.

Es kann also wirklich JEDER einen Abend lang eine Late-Night-Show hosten?

Ja, aber nicht immer gut. Und die Show hat auch den Zweck, einige Promis von ihrer Selbstüberschätzung zu überzeugen. Mit Sicherheit sehen wir einige überraschend sehr gute Gastgeber. Aber auch einige überraschend sehr schlechte.

Wenn Sie so eine Show entwickeln, packt es Sie dann nicht doch manchmal, nochmal selbst zu moderieren?

Nachdem ich Ralf Moeller bei der Probe gesehen habe, würde ich dagegen nur abstinken.

Wie definieren Sie ihre Aufgabe als Produzent?

Meine Aufgabe ist es, jetzt zu versuchen, den Bestand des Genres sicherzustellen. “Täglich frisch geröstet” ist für jeden ambitionierten Late-Night-Gastgeber eine große Chance, sich beim Scheitern zusehen zu lassen, aber auch beim überraschenden Sieg. Das ist auch eine neue Talentplattform. Vielleicht stellt man fest, dass an Karl Lauterbach ein echter Late-Night-Host verloren gegangen ist. Die Einladung ist schon raus. Und wenn für Karl Lauterbach der Fame nach Corona weitergehen soll, muss sich der Karl jetzt schon mal Gedanken machen.

“Täglich frisch geröstet” ist eine klassische Late-Night, aber doch ganz anders. Warum?

Weil das Scheitern der wechselnden Gastgeber mit eingepreist ist. Aber auch der schillernde Sieg.

Wieso hat sich TVNOW als Streamingdienst besonders für “Täglich frisch geröstet” angeboten?

Netflix konnte es sich nicht leisten. Bei denen klebt ja schon überall der Kuckuck.

Können Sie schon mehr verraten? Auf was können sich die User noch freuen?

Auf eine sehr lustige Show oder wie man in Zeiten von Corona sagt: Der R-Wert der Witze ist im kritischen Bereich und ein Impfstoff ist nicht in Sicht. Fragen Sie Karl Lauterbach, der erklärt es ihnen nochmal. (lacht)

Roasten ist ein großer Hype in den USA, in Deutschland führt es bisher eher ein Nischen-Dasein…

Die Deutschen nehmen die Dinge gerne ernst, ich aber nicht. Ich hoffe, dass ich da noch ein bisschen mehr Solidarität bekomme.

Von wem würden Sie gerne geroastet?

Von Karl Lauterbach.

Und wen würden Sie gerne roasten?

Karl Lauterbach.

„Täglich frisch geröstet“ immer montags und mittwochs auf TVNOW

“Täglich frisch geröstet” wird immer montags und mittwochs um 20:15 Uhr auf TVNOW abrufbar sein. In den weiteren Folgen sind unter anderem außerdem mit dabei: Reiner Calmund, Michael Mittermeier, Jorge González, Kai Pflaume, Evelyn Burdecki, Nazan Eckes und Mario Basler.  


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