Beabadoobee: „London ist für eine Musikerin der Hauptgewinn“

Beabadoobee heißt mit gebürtigem Namen Bea Kristi. Geboren ist sie auf den Philippinen, aufgewachsen ist sie in London.

Im Interview mit „Noizz“ verriet die 22-Jährige, wie es für sie war, in London aufzuwachsen. Sie sagte: „Mit drei Jahren ist meine Familie von den Philippinen nach London gezogen. Meine Eltern und ich haben unsere Familie auf den Philippinen sehr oft besucht und wenn ich an „zu Hause“ denke, dann denke ich auch an die Philippinen. In London aufzuwachsen war ziemlich überfordernd, aber man gewöhnt sich natürlich daran. Wir wohnen in Camden, wo es nur so vor Kreativität und inspirierenden Leuten übersprudelt. Ganz nebenbei wohnen hier auch all meine Freunde, die mir die Welt bedeuten. Im Grunde ist London für eine junge Musikerin der Hauptgewinn, dafür bin ich dankbar – wenn man mal davon absieht, wie nervig unsere Regierung sein kann.“

Es gab aber auch zahlreiche Herausforderungen, zwischen zwei Kulturen aufzuwachsen. Dazu sagte sie: „Ich war einerseits zu asiatisch, um in diese coole Gruppe meiner Schule zu passen und gleichzeitig zu Weiß für die Philippino-Communitys in London. Ich habe in diese Communitys nicht wirklich reingepasst. (…) Lange gab es da diesen Konflikt zwischen den Kulturen, mit denen ich aufwuchs, bis ich es geschafft habe, mich mit mir wohlzufühlen und einen Weg zu finden, beide Seiten auszuleben. Zum Beispiel durch ständige Besuche der Philippinen, dadurch mit meinen Eltern zu leben und mit ihnen Tagalok zu sprechen. Heute schaue ich auf die Momente zurück und verstehe mich selbst kaum, weil ich heute so wahnsinnig stolz darauf bin, eine philippinische Frau zu sein! Es ist schön, dass ich das jetzt teilen kann.“

Foto: (c) LooMee TV

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