"Nicht überall gern gesehen": Kerstin Ott fühlte sich früher als Außenseiterin

  • Kerstin Ott brach zu Beginn ihrer Karriere mit vielen Schlager-Konventionen.
  • Im Podcast “Aber bitte mit Schlager” erinnert sie sich auch an Momente der Ablehnung.
  • Mit Blick auf zukünftige Generationen wirbt die Sängerin weiterhin für Toleranz.

Sie hat keine blonde Mähne, trägt kein Make-up und keine glitzernden Kleider: Kerstin Ott entsprach noch nie dem Bild der “typischen” weiblichen Schlagersängerin und bleibt stattdessen lieber bei Bomberjacke, T-Shirt, Jeans und Sneakers – so sang sich die inzwischen 39-Jährige in die Herzen ihrer Fans. Doch gerade zu Beginn ihrer Karriere eckte sie mit ihrem unkonventionellen Auftritt oft an, wie sie nun im Podcast “Aber bitte mit Schlager” erzählte.

“Am Anfang war das nicht so, dass ich überall gern gesehen war. Das kann man ja auch ganz klar mal so sagen”, erinnert sich Ott. Sie hatte das Gefühl, dass man sie als “eher störend” wahrnahm, und führt aus: “Wenn etwas Neues entsteht, rennt man nicht unbedingt immer offene Türen ein.”

“Hoffen, dass der Andere es akzeptiert”

Inzwischen werde Kerstin Ott in der Schlagerwelt akzeptiert, wie sie ist, und dafür sei sie “sehr dankbar”. Mit Blick auf nachfolgende Künstler und Künstlerinnen wirbt Ott aber weiterhin für Toleranz, die sie nach wie vor nicht als selbstverständlich erachtet: “Wenn man sich hinstellt und sagt ‘Ich bin so und ich möchte auch so sein’, dann muss man einfach darauf hoffen, dass der Andere es akzeptiert und man seinen Weg gehen kann.”

Mit dem Megahit “Die immer lacht” gelang Kerstin Ott 2016 der musikalische Durchbruch. Seitdem produziert die gelernte Malerin aus der schleswig-holsteinischen Kleinstadt Heide Schlagerhits am laufenden Band. Durch den offenen Umgang mit ihrer Homosexualität wird Kerstin Ott darüber hinaus von vielen Menschen als echtes Vorbild wahrgenommen – nicht nur innerhalb der Schlagerszene.

(tsch) © 1&1 Mail & Media/teleschau

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