Berühmtes Nirvana-Cover: Ehemaliges "Nevermind"-Baby klagt erneut

Berühmtes Nirvana-Cover: Ehemaliges "Nevermind"-Baby klagt erneut

Auch Dave Grohl soll zahlen

Es ist eines der berühmtesten Album-Cover der Rock-Geschichte: 1991 erschien die legendäre Nirvana-Platte „Nevermind“. Auf dem Booklet abgebildet: ein nacktes Baby unter Wasser, das nach einem Dollarschein an einem Angelhaken taucht. Der dort abgebildete Spencer Elden, mittlerweile 30 Jahre alt, versucht bereits seit längerem, sich vor Gericht Schadensersatz zu erstreiten. Nachdem eine erste Klage Anfang Januar abgewiesen wurde, hat er übereinstimmenden Medienberichten zufolge nun erneut ein Gericht angerufen.

Elden gibt in der Klageschrift an, dass die Nacktdarstellung Kinderpornografie sei. Zum Zeitpunkt der Aufnahme sei er vier Monate alt gewesen und habe sich nicht dagegen wehren können. Die weitere Argumentation: Die Band Nirvana rund um den verstorbenen Frontmann Kurt Cobain (1967-1994) habe Millionen auf seine Kosten verdient, deswegen verlange er nun mindestens 150.000 Dollar Schadensersatz – pro Beklagten.

Insgesamt richtet er die Klage gegen 17 Einzelpersonen, darunter auch der ehemalige Nirvana-Schlagzeuger und heutige Foo-Fighters-Sänger Dave Grohl (53), der Bassist Krist Novoselic (56), der Fotograf Kirk Weddle und – natürlich – auch gegen die Witwe von Grunge-Ikone Kurt Cobain, Courtney Love (57).

In der ersten Klage bezog sich Elders auf ein Gesetz gegen sexuelle Ausbeutung, das allerdings erst 2003 in Kraft gesetzt wurde. Die Richter folgten den Ausführungen der Verteidigung, dass die Verordnung nicht rückwirkend angewendet werden könne. Laut Aussagen des damaligen Art Directors war zunächst ein lizensiertes Bild für das Cover vorgesehen, auf dem man nicht den Penis des Kindes gesehen habe. Die Band habe sich aber aus Kostengründen für ein anderes Bild entschieden.

In einem Statement der Verteidiger heißt es, dass Elden selbst großen Profit aus der Aufnahme gemacht hätte. So habe er das Foto viele Mal gegen Bezahlung nachgestellt, er habe sich den Titel des Albums tätowieren lassen, sei in Talkshows aufgetreten und habe signierte Kopien der Platte verkauft. Ein Schaden sei nie entstanden. Die Verteidigung beantrage deswegen die Abweisung der Klage.

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