Brad Pitt: "Ich habe mich in meinem Leben immer sehr alleine gefühlt"

Brad Pitt, 58, gilt als einer der Größten seiner Branche. Seit über 30 Jahren schlüpft der US-Amerikaner immer wieder in neue Rollen, überrascht, begeistert, trägt ganze Filme mit seiner Präsenz, mit seiner Performance. In einem neuen Interview, das er GQ-Autorin Ottessa Moshfegh gegeben hat, berichtet der US-Star von Dämonen, die ihn immer wieder heimsuchen, von Süchten, die er hat überwinden können, und von einer Dunkelheit, die seine Seele belastet.

Brad Pitt offenbart sein Innerstes

"Nachdenklicher, fokussierter und mehr wie ein Künstler, als ich mir ihn vorgestellt habe" – so beschreibt Moshfegh den Mann, mit dem sie sich in dessen rustikalen Anwesen in den Hollywood Hills trifft. Brad Pitt beschreibt das Haus seinen Zufluchtsort. "Ich habe mich hier mehr oder weniger verschanzt", so der 58-Jährige. 

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Sie sprechen über alles, vor allem über ihn. Brad Pitt. "Ich befinde mich auf dem letzten Abschnitt, im letzten Semester oder Trimester. Wie soll er aussehen? Und wie will ich ihn gestalten?", eröffnet der Hollywood-Star das Interview bedeutungsschwer. Er gibt sich nachdenklich, resümiert sein bisheriges Leben. Viel ist ihm widerfahren, vieles hat er überwunden. Das Rauchen etwa. Das hat er während der Pandemie aufgegeben. "Ich schaffe es einfach nicht, nur eine oder zwei am Tag zu rauchen", gesteht er sich ehrlich ein. Auch dem Alkohol hat er abgeschworen, nachdem Angelina Jolie 2016 die Scheidung eingereicht hatte. Anderthalb Jahre lang besuchte er die Anonymen Alkoholiker. "Ich hatte eine wirklich coole Männergruppe, sehr privat und ausgewählt – also war es sicher dort. Ich hatte mitbekommen, was anderen Leuten passierte, wie Philip Seymour Hoffman der gefilmt wurde, während er in einer Sitzung sein Herz ausschüttete. Das wäre für mich einfach grauenhaft gewesen." 

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An anderen Themen arbeitet der 58-Jährige bis heute. So etwa kämpft er mit dem omnipräsenten Gefühl der Einsamkeit. "Ich habe mich in meinem Leben immer sehr allein gefühlt. Einsam, als ich aufwuchs, allein sogar hier draußen. Erst in letzter Zeit habe ich meine Freunde und meine Familie enger miteinbezogen. Wie heißt es so schön? Es ist ein Zitat von entweder Rilke oder Einstein. Auf jeden Fall heißt es darin, es zeuge von Reife und dass man sich weiterentwickelt, wenn man mit dem Paradox leben kann, gleichzeitig echten Schmerz und echte Freude zu empfinden."

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