Brad Pitt über die "letzte Etappe" seiner Karriere und Einsamkeit in seinem Leben

„Habe mich in meinem Leben immer sehr allein gefühlt“

Brad Pitt über die "letzte Etappe" seiner Karriere und Einsamkeit in seinem Leben

Brad Pitt (58) wird in wenigen Monaten 59 Jahre alt. Er war zuletzt nicht mehr so häufig in großen Kino-Rollen zu sehen, wie etwa noch vor wenigen Jahren. Dafür ist er seit einer ganzen Weile auch als Filmproduzent tätig. In einem neuen Interview erzählt der Hollywood-Star, dass er in seiner Karriere nun wohl nicht mehr allzu viele Jahre vor sich habe und offenbart, warum die Einsamkeit ihn in seinem Leben begleitet.

"Habe mich in meinem Leben immer sehr allein gefühlt"

Im Gespräch mit dem Männermagazin „GQ“ erklärte Pitt nun, dass er versuche, sorgfältig darüber nachzudenken, was denn in seiner Zukunft liegen könnte und welchen Pfad er für den Rest seiner Karriere beschreiten wolle. Er könne sich dabei demnach durchaus vorstellen, weiterhin in dem einen oder anderen Blockbuster aufzutauchen, wenn das Timing stimme – und besonderes wenn er eine persönliche Verbindung zu dem Projekt habe.

Apropos persönlich: Erst in letzter Zeit habe er seine Freunde und seine Familie enger in die Dinge miteinzubeziehen, die ihn bewegen. Ein stetiger Lernprozess. „Ich habe mich in meinem Leben immer sehr allein gefühlt“, so Pitt. Als er aufwuchs, sei er einsam gewesen. Und allein fühle sich Pitt, der mit seiner Ex-Frau Angelina Jolie sechs Kinder hat und sich mit dieser einen erbitterten Streit um das Sorgerecht liefert, sogar „hier draußen“.

Brad Pitt: Die "letzte Etappe" seiner Karriere

"Jahrelang unter einer leichten Depression gelitten"

Mit „hier draußen“ meint Pitt sein Anwesen in den Hollywood Hills. Zum Beginn eines Tages greift er dort meist als Erstes zur Gitarre. Dem Spielen hat er sich während der Pandemie verstärkt gewidmet, genau wie dem Töpfern. Musik und Kunst haben für ihn im Leben mehr und mehr an Bedeutung gewonnen. „Kunst ist etwas, bei dem man eine Gänsehaut bekommt, bei dem sich die Nackenhaare aufstellen, das einem die Tränen in die Augen treibt. Vielleicht liegt es daran, dass es jemand vor dir verstanden hat: Du bist nicht allein“, so Pitt, der Coverstar der weltweiten Ausgaben von GQ im August ist.

Über die Musik sagt der 58-Jährige, sie erfülle ihn mit so viel Freude: “Ich glaube, Freude war eine der neueren Entdeckungen – später in meinem Leben. Er sei immer mit dem Strom geschwommen, habe sich in gewisser Weise treiben lassen. „Ich glaube, ich habe jahrelang unter einer leichten Depression gelitten. Erst als ich mich damit abgefunden und versucht habe, alle Seiten meines Ichs anzunehmen – das Schöne und das Hässliche –, konnte ich Momente der Freude genießen“, erklärt Pitt.

Das "letzte Semester oder Trimester"

Der Schauspieler betrachte das, was vor ihm liege, sozusagen als seine „letzte Etappe“, beziehungsweise „als letztes Semester oder Trimester. Was wird dieser Abschnitt bringen? Und wie möchte ich das gestalten?“ Ein Teil dieses Prozesses sei es auch, zu hinterfragen, welche Bedeutung seine Träume haben könnten – und über vergangene Herausforderungen nachzudenken.

In Kalifornien werde etwa viel darüber gesprochen, „sein authentisches Selbst zu sein“. Ihn quälte dabei die Frage, was „authentisch“ bedeute. Für ihn habe es bedeutet, an einen Punkt zu gelangen, an dem er sich „diese tiefen Narben, die wir tragen“, eingestehe. (spot on news/abl)

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