„Desperate Housewives“-Star Marcia Cross: So krass waren die Nebenwirkung ihrer Krebstherapie

„Desperate Housewives“-Star Marcia Cross: So krass waren die Nebenwirkung ihrer Krebstherapie

Was die Chemo mit ihrem Körper machte

Marcia Cross (58) sprach 2018 erstmals öffentlich über ihre Krebserkrankung, zuvor litt sie lange Zeit im Stillen. Die „Desperate Housewives“-Schauspielerin war an Analkrebs erkrankt. Zwei Jahre nach ihrer Genesung spricht sie nun erstmals über ihre „qualvollen Schmerzen“, die sie während ihrer Krebstherapie durchmachen musste.

Marcia Cross spricht im Interview über ihre qualvollen Schmerzen

Marcia schockte 2018 mit ihrer Krebsdiagnose – viele Jahre zuvor war schon ihr Ehemann an Kehlkopfkrebs erkrankt. Beide befinden sich mittlerweile in Remission. Jetzt, zwei Jahre später, erinnert sich die 58-Jährige daran, wie hart sie die Nebenwirkungen der Behandlung damals trafen. Im Interview mit dem US-Magazin „Coping“ bringt Marcia es auf den Punkt: „Die Nebenwirkungen sind so krass“, erinnert sie sich. Sie hatte Menschen um sich, die ehrlich zu ihr waren und nichts runtergespielt haben. Was sie bei der amerikanischen Analkrebs-Stiftung online nachgelesen hatte, hatte sie auf das Schlimmste vorbereitet.

Die Schauspielerin unterzog sich 28 Bestrahlungsbehandlungen, zweimal musste sie eine Woche lang Chemotherapie über sich ergehen lassen. „Ich sage mal so, als ich meine erste Chemotherapie hatte, dachte ich, dass es mir gut geht. Und dann fühlte ich aus dem Nichts diesen Stich in meiner Lippe, es war qualvoll. Es war von der Chemo“, erinnert sie sich. Darauf folgten auch Magenprobleme, Wunden im Mund. Sie habe gelernt, proaktiv zu sein und den Dingen einen Schritt voraus zu sein. „Es hat bestimmt keinen Spaß gemacht“, fasst sie die Zeit zusammen.

„Das neue Normal“ für Marcia

Auch zwei Jahre nach der Erkrankung sieht Marcia immer noch alle drei Monate einen Gastroenterologen, einen Experten für Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes. Nach ihrer Krebsbehandlung hat es lange gedauert, bis sie zu einem neuen Normalzustand fand. „Ich bin sehr glücklich, aber es dauert eine Weile, bis sich dein Körper wieder normalisiert”, sagt Marcia. „Das neue Normal ist, dass ich sensibler darauf achte, was ich esse, und besser auf mich und meine Ernährung aufpasse.“

Sie macht anderen Krebspatienten damit Mut trotz Erkrankung nach vorne zuschauen: „Ich erinnere die Menschen gerne daran, dass es ein Leben nach dem Krebs gibt. Nach einer gewissen Zeit wird es auch nicht mehr so ​​sein, dass es das Erste ist, woran du jeden Tag denkst.“

Heute sehe Marcia trotz all der Schmerzen ihre Diagnose als Geschenk an. „Weil es dich verändert“, sagt sie im „Coping“-Interview. „Und es macht dir klar, wie kostbar jeder Tag ist. Ich halte nichts für selbstverständlich, nichts.“

Marcias Krebs wurde wahrscheinlich durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst

Bereits im Sommer 2019 hatte Marcia Cross in einem TV-Interview über die Ursache ihrer Krebserkrankung gesprochen. Die Schauspielerin erzählte bei „CBS This Morning“, dass die Ärzte davon ausgehen, dass ihre Krebserkrankung durch Humane Papillomviren (HPV) ausgelöst wurde. Besonders tragisch an der Diagnose: Ihr Mann Tom Mahoney, der 2009 an Kehlkopfkrebs erkrankt war, wird sich viele Jahre zuvor wohl mit den Viren infiziert haben und auch Marcia damit angesteckt haben.

Die wichtigsten Informationen zu humanen Papillomviren (HPV)und Feigwarzen

Immer noch wissen viele Menschen nicht, dass eine Infektionen mit humanen Papillomviren (HPV) zu den häufigsten sexuell übertragbaren Krankheiten gehören. Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts infizieren sich sexuell aktive Menschen mindestens einmal in ihrem Leben mit HPV. Eine Infektion verläuft oft ohne Symptome und heilt unerkannt oft nach zwei Jahren ohne Spätfolgen ab. In anderen Fällen entwickeln Infizierte Feigwarzen.

Bei etwa zehn Prozent der infizierten Frauen heilt die HPV-Infektion jedoch nicht ab. Daraus können sich Zell-Veränderungen entwickeln, häugig am Gebärmutterhals. Etwa 56.000 junge Frauen müssen jährlich aufgrund einer HPV-bedingten Krebsvorstufe behandelt werden. Werden die Zell-Veränderungen jedoch nicht behandelt, entwickelt sich bei etwa 30 bis 50 Prozent der Betroffenen innerhalb der nächsten 30 Jahre Gebärmutterhalskrebs.

In Deutschland erkranken pro Jahr etwa 4.600 Frauen daran, bei rund 1.500 Patientinnen verläuft die Erkrankung tödlich. Oralsex erhöht zudem das Risiko für durch HPV ausgelösten Hals- und Kopfkrebs.

Warum eine HPV-Impfung sowohl für Mädchen und Jungen sehr wichtig ist, erfahren Sie hier.

Video: HPV-Impfung – Sich selbst und gleichzeitig andere schützen

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