ESC 2023: Halbfinals werden ohne Jury-Stimmen ausgetragen

ESC 2023: Halbfinals werden ohne Jury-Stimmen ausgetragen

In Liverpool statt Kiew

Beim Eurovision Song Contest soll ab 2023 nur noch ein Televoting darüber entscheiden, welche Länder das Halbfinale überstehen. Das teilte die Europäische Rundfunkunion (EBU) mit. Demnach fällt das Jury-Voting für diese beiden Shows weg.

Außerdem sollen künftig auch Fans, deren Länder keine Kandidaten zum ESC schicken, über ein kostenpflichtiges Onlinevoting abstimmen dürfen. Die Stimmen werden addiert und in Punkte umgewandelt. Diese haben sowohl in den Semis als auch im Finale das gleiche Gewicht wie ein teilnehmendes Land. Im Finale sind aber auch die Jurys wieder gefragt, deren Stimmen dann 50 Prozent der Punkte ausmachen.

Martin Österdahl (49), Executive Supervisor beim ESC, sagte zu den Neuerungen: „In seiner 67-jährigen Geschichte hat sich der Eurovision Song Contest ständig weiterentwickelt, um relevant und spannend zu bleiben. Diese Änderungen würdigen die immense Popularität der Show, indem sie dem Publikum des größten Live-Musik-Events der Welt mehr Macht verleihen.“

Nach den Unstimmigkeiten bei den Jury-Abstimmungen aus sechs Ländern während des diesjährigen Eurovision Song Contests verlieren die Gremien also an Bedeutung.

2023 wird der Musikwettbewerb in Liverpool stattfinden, auch wenn Kalush Orchestra mit „Stefania“ den ESC in Turin für die Ukraine gewonnen hatte. Aufgrund des Ukraine-Kriegs hatte die Reference Group, der Vorstand des ESC, festgestellt, „dass angesichts der aktuellen Umstände die Sicherheits- und Betriebsgarantien, die für einen Sender zur Ausrichtung, Organisation und Produktion des Eurovision Song Contest gemäß den ESC-Regeln erforderlich sind, nicht gegeben sein können“.

Das Finale findet am 13. Mai nun in der englischen Metropole statt, die Halbfinals am 9. und 11. Mai. Die BBC arbeitet mit Vertretern des ukrainischen Rundfunks Suspilne zusammen, um ukrainische Elemente in die Shows zu integrieren und die Kultur des Landes auf diese Weise sichtbar zu machen, hieß es. Damit richtet zum ersten Mal seit 1980 nicht das Gewinnerland den ESC aus.

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