Jennifer Grey offenbart heiße Liebe und ihren größten Fehler: "Ich war nicht mehr ich selbst"

Als Johnny sein schüchternes "Baby" auf die Bühne holt und ihr stolz vor allen Leuten seine Liebe gesteht, sagt er: "Niemand stellt Baby in die Ecke!" 

Jennifer Grey ist heute eine selbstbewusste Frau – das war nicht immer so

Es ist einer der großen Sätze aus "Dirty Dancing" – für viele der Kultfilm der 1980er Jahre. Heute, 35 Jahre später, braucht Jennifer Grey, 62, alias Frances "Baby" Houseman niemanden mehr, der für sie einsteht. Das macht sie nach einigen Irrungen und Wirrungen inzwischen selbst.

In ihrer Autobiografie "Out Of The Corner" ("Raus aus der Ecke") blickt die Schauspielerin, die 1987 über Nacht zum Weltstar und Teenie-Idol wurde, nun auf ihr Leben zurück. Und das voller Verständnis und Selbstliebe. "Wenn mich das Leben eines gelehrt hat, dann, dass ich so, wie ich bin, umwerfend bin. Daran habe ich lange genug gezweifelt", erklärt sie. 

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Ihre Mutter forderte sie zur verhängnisvollen Nasen-OP auf

Etwa als ihre Mutter sie kurz nach "Dirty Dancing" aufforderte, sie solle ihre Nase richten lassen. "Meine Eltern liebten alles, was perfekt war. Und mein Gesicht sollte es auch sein." Jennifers Mutter ist der Broadway-Star Jo Wilder. Und ihr Vater, der Schauspieler Joel Grey, der für seine Nebenrolle als schriller Conférencier in "Cabaret" einen Oscar gewann.

Perfekt – was auch immer das ist. Jennifer Grey, die damals schwer mit sich haderte, ließ sich tatsächlich zu der Beauty-OP überreden. Es war der größte Fehler ihres Lebens. Denn so schnell, wie sie zum Hollywood-Star aufgestiegen war, vergaß man sie auch wieder. Ohne die aparte Nase hatte sie ein Allerweltsgesicht. "Michael Douglas lief bei einer Premiere an mir vorbei, weil er mich nicht erkannte. Ich war nicht mehr ich selbst." Neue Filmangebote blieben aus. Und "Baby" stand wieder in der Ecke.

Ihr Doppelleben: Jennifer Grey war nicht so immer so brav

Auch Fehlentscheidungen können einen stärker machen, weiß Jennifer Grey heute. Vor allem hat sie gelernt, "auf mein Bauchgefühl zu vertrauen". Das hatte ihr damals gesagt, sie sei schön genug.

Ihren perfekten Eltern spielte sie übrigens jahrelang vor, eine brave Schülerin zu sein. Dabei führte sie ein Doppelleben: Tagsüber ging sie zur Highschool, nachts wurde sie high und tanzte im legendären New Yorker Club "Studio 54". Sie datete ältere Männer, wurde zu einer engen Freundin von Pop-Art-Künstler Andy Warhol, lernte durch ihn die Rolling Stones kennen, nahm Drogen und hatte eine wilde Affäre mit Johnny Depp. "Zwischen uns brannte ein gewaltiges Feuer!"

Schicksalsschlag: Bei einem Unfall mit ihr sterben zwei Menschen

Die ersten tiefen Gefühle erlebte sie jedoch mit ihrem Schauspielkollegen Matthew Broderick. "Wenn ich an ihn denke, empfinde ich einfach nur Liebe", sagt Jennifer Grey.

Die beiden lernen sich 1986 am Set der Komödie "Ferris macht blau" kennen. Im Film spielt sie seine Schwester, im wahren Leben wird sie seine Partnerin. Bis ein tragischer Autounfall in Irland ihnen den Boden unter den Füßen wegreißt.

Zwei Menschen sterben. Jennifer Grey wird leicht verletzt, Broderick schwer. Er war der Unglücksfahrer. Von dem Trauma erholten sie sich nicht – ihre Liebe zerbricht wenig später. Da erlebt Jennifer Grey gerade ihren "Dirty Dancing"-Triumph. "Ich wusste nicht, wie mir geschah, konnte es gar nicht genießen."

„Jetzt geht es nur um mich“

Heute fühlt sie sich stark, auch wenn das Schicksal ihr Hürden in den Weg stellt. Ihre Scheidung vor zwei Jahren hat sie inzwischen überwunden: "Jetzt beginnt für mich eine neue Phase, in der es nur um mich geht. Und für Frauen ist die zweite Lebenshälfte ja sowieso die beste."

Ihr Lebensmotto lautet jetzt: "Einfach sein!" Und wie sie das sagt, klingt das gar nicht so schwer.

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