Nach Abschaffung der Plus-Size-Kollektion: Angelina Kirsch kritisiert H&M

Auch Curvy-Model Angelina Kirsch äußert sich

Der Streit um die Entscheidung von H&M, Plus-Size-Mode aus den Geschäften zu nehmen weitet sich immer mehr aus. Deshalb meldet sich nun auch die wohl bekannteste deutsche Plus-Size-Influencerin Angelina Kirsch zu Wort: “Was gerade in Deutschland bislang fehlt, ist eine wirkliche Auswahl in dem Maße, wie es schlanke Frauen haben. Es ist viel Luft nach oben. Wenn sich dazu noch große Modeketten von Curvy-Mode distanzieren, setzt das für mich ein drastisches und falsches Zeichen”. Sie selbst versucht mit ihrer eigenen “Rock your Curves”-Kollektion direkt dagegen anzukämpfen. “Ich habe es mir zur Aufgabe gemacht, die kurvigen Frauen auch modisch zu inspirieren und zu ermutigen, ihre Kurven zu lieben”, sagt sie und kann die Entscheidung von H&M absolut nicht nachvollziehen.

Weitere Influencerinnen äußern sich kritisch

Der Ärger über H&M ist auch bei anderen Influencern groß. Erst vor ein paar Wochen hat ein Kollektiv aus Plus-Size-Influencerinnen mit #respectmysize gegen Dicken-Bashing mobilisiert. Jetzt möchten sie auch in der Debatte um das Bekleidungshaus mit dem Hashstag ein Zeichen setzen. “Wir wünschen uns einen Diskurs auf Augenhöhe”, sagt Julia Kremer, die das “Projekt” zusammen mit Verena Prechtl ins Leben gerufen hat. Zusammen haben sie mehr als 190 Tausend Follower auf Instagram. “Die Message von H&M gibt vielen Menschen das Gefühl, im stationären Handel nicht erwünscht zu sein”, sagt sie.

Auf Facebook erntet H&M einen Shitstorm

Inzwischen lädt sich der Ärger über den Kurswechsel von H&M auch auf deren eignen Facebook-Seite ab. “Ich finde es einen Schlag ins Gesicht aller H&M-Trägerinnen, dass ihr gerade diese Kollektion aus allen Läden verbannen wollt”, schriebt eine Userin. “Ihr könnt eure Klamotten behalten! Auch meine schlanke Tochter wird sicher nicht mehr bei euch einkaufen”, ärgert sich ein anderer User. Die Anzahl an kritischen Kommentaren auf der Facebook-Präsenz steigt rasant an und stündlich kommen Kommentare dazu.

Um welche Größen geht es eigentlich?

In den Geschäften von H&M wird es zukünftig wohl nur noch Bekleidung bis zur Größe XL geben. So steht es zumindest auf den Schildern, die jetzt vor der ehemaligen “H&M+”-Abteilung zu lesen sind. Das “H&M+”-Sortiment für Damen bis 4XL soll jetzt nur noch online angeboten werden, antwortet der Konzern auf RTL-Anfrage. In den Stores bleiben kurvige Frauen damit wohl vorerst unerwünscht, sollte sich an der Entscheidung von H&M nichts ändern.

Angelina Kirsch wird das Plus-Sortiment nicht vermissen

“Schlimm genug, dass kurvige Kundinnen sich bisher oft in Geschäften des Moderiesen durch die Plus-Size Regale quetschen mussten, denn gerade die Curvy-Abteilungen waren meist sehr eng konstruiert”, erinnert sich Angelina und kritisiert die “übliche Zeltmode” der schwedischen Plus-Size-Line, die ihr sowieso nicht gefallen hat. “,H&M+’ geht? Kein Problem, Mädels!”, sagt sie.


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