Prinz Charles über Skandal um Andrew: "Ein unlösbares Problem"

Im Rahmen der Epstein-Affäre ist Prinz Andrew verklagt worden. Eine Frau wirft ihm vor, sie als 17-Jährige missbraucht zu haben. Seinem Bruder Charles soll vor allem der Imageschaden Sorgen bereiten.

Eines der mutmaßlichen Opfer des verurteilten und in der Haft verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein hat Prinz Andrew verklagt. Virginia Giuffre wirft dem Sohn von Queen Elizabeth II. vor, sie zwischen 1999 und 2002 dreimal zum Sex mit ihm gezwungen zu haben – Anschuldigungen, die Prinz Andrew von sich weist. Der Royal war nach einem desaströsen BBC-Interview zum Epstein-Skandal Ende 2019 aber von allen öffentlichen Ämtern zurückgetreten. 

Ein offizielles Statement zu den neuesten Entwicklungen vonseiten des Palastes gibt es bisher nicht. Laut der britischen Zeitung “The Times” soll sich Prinz Charles aber gegenüber einer nicht näher benannten Quelle geäußert haben. Demnach könne sich der Thronfolger nicht vorstellen, dass sein Bruder jemals wieder ins öffentliche Leben zurückkehren werde. Wegen der Verbindungen zu Epstein sei Andrews Ruf so dermaßen beschädigt, dass er auch unabhängig vom Ausgang des Rechtsstreits für das Königshaus nicht mehr tragbar sei. 

Charles und William kritisieren Anwaltsteam

Genau wie sein Vater soll auch Prinz William kritisieren, wie das Anwaltsteam seines Onkels mit den Vorwürfen umgeht. So gab es selbst 48 Stunden, nachdem die Anwältin ein Zivilverfahren unter anderem wegen Vergewaltigung ersten Grades eingeleitet hatte, noch keine Reaktion von Andrews Seite.

Eine Quelle sagte der “The Times”, dass Prinz Charles seinen Bruder liebe und Verständnis habe, allerdings werde die Klage “einen unerwünschten Rufschaden für die Institution darstellen.” Er habe schon vor langer Zeit festgestellt, dass es sich wahrscheinlich um “ein unlösbares Problem handelt”.

Britische Polizei will Vorwürfe erneut überprüfen

Nach der Zivilklage in den USA will auch die britische Polizei die Vorwürfe gegen Prinz Andrew erneut überprüfen. Sie habe ihre Kollegen gebeten, “sich das Material noch einmal anzusehen”, sagte die Chefin der Londoner Polizei, Cressida Dick, am Donnerstag und betonte: “Niemand steht über dem Gesetz.” Die Londoner Polizei, die bisher keine Ermittlungen gegen den Herzog von York aufgenommen hat, werde ihre Position daher “natürlich noch einmal überprüfen”.

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Aktuell hält sich Andrew mit seiner Ex-Frau Sarah Ferguson und der gemeinsamen Tochter Prinzessin Eugenie sowie deren Ehemann Jack Brooksbank bei der Queen auf dem schottischen Landsitz Balmoral auf. Ob für Familienurlaub oder eine Krisensitzung, ist nicht bekannt.

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