Willi Herren hat sich "früh verloren"

Jahrelang standen sie gemeinsam auf der Bühne am Ballermann. Heute, rund vier Monate nach dem tragischen Tod von Schauspieler und Schlagerstar Willi Herren (1975-2021), erinnert sich sein Kollege Ikke Hüftgold (44) an die Drogen- und Suchtprobleme seines verstorbenen Freundes zurück. Herren habe "sich verloren und zwar schon ganz früh", erklärt Hüftgold, dessen bürgerlicher Name Matthias Distel lautet, im Köln-Talk "Loss mer schwade".

"Er ist mit acht oder neun Jahren in die 'Lindenstraße' eingestiegen. Wenn ein Junge aus eher normalen oder bescheidenen Verhältnissen kommt und dann so gehypt wird und an dem in der Jugend schon jeder reißt… wenn der kein starkes Umfeld oder einen starken Charakter hat, dann wird der irgendwann irgendeiner Droge oder Sucht unterliegen – oder erliegen. Und das war bei Willi so", so Distel.

Ikke Hüftgold: “Ich war oft dabei, wenn es eskaliert ist”

Er sei oft dabei gewesen, "wenn es eskaliert ist" und habe Herren aus der einen oder anderen "sehr gravierenden Situation" herausgeholt. "Er war, wenn er mit Drogen in Berührung kam, der Teufel und ohne Drogen ein absoluter Herzensmensch. Das zeigt, welche Macht Drogen haben."

Willi Herren war am 20. April in seiner Kölner Wohnung tot aufgefunden worden. Anfang September hat die Staatsanwaltschaft Köln ihre Untersuchung zu seinem Tod abgeschlossen: Diese hätten keine "Hinweise auf Fremdverschulden" ergeben. Anfang Mai wurde er auf dem Melaten-Friedhof in Köln beigesetzt.

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