Wirbel nach Oprah-Interview: Hochzeits-Schwindel fliegt auf

Am 19. Mai 2018 fand die weltweit beachtete Hochzeit von Prinz Harry, 36, und Herzogin Meghan, 39, in der St.-George's-Kapelle auf Schloss Windsor statt. Die Überraschung war demnach groß, als Meghan am 7. März 2021 im Oprah-Interview erzählte, dass sie und Prinz Harry zu diesem Zeitpunkt schon Mann und Frau gewesen seien. Im Garten ihres Hauses auf dem Gelände des Kensington Palastes seien sie drei Tage zuvor vom Erzbischof von Canterbury, Justin Welby, getraut worden. Gäste oder Familienmitglieder seien nicht anwesend gewesen.

Hochzeitsurkunde bestätigt Trauung am 19. Mai 2018

Direkt nach dem Oprah-Interview wurden viele Stimmen laut, die darauf hinwiesen, dass diese Gartenhochzeit keine richtige Hochzeit gewesen sei. Der Grund: Damit eine Ehe in England rechtskräftig ist, müssen zwei Zeugen der Zeremonie beiwohnen. Außerdem muss die Trauung von einem Mitglied des Klerus in einer Kirche oder an einem anderen lizenzierten Ort vollzogen werden.

Das zeigt auch die Hochzeitsurkunde von Herzogin Meghan und Prinz Harry, die der britischen Zeitung "The Sun" exklusiv vorliegt. Das Dokument, das der Presse vom "General Register Office" zur Verfügung gestellt wurde, bestätigt, dass die Formalitäten der Eheschließung am 19. Mai 2018 auf Schloss Windsor stattfanden. Als Trauzeugen sind Prinz Charles, 72, und Meghans Mutter Doria Ragland, 64, eingetragen.




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Herzogin Meghan und Prinz Harry äußern sich zum Hochzeits-Chaos

Der Beamte, der die Lizenz für die Hochzeit ausgestellt hat, sagt "The Sun", dass Meghan über die "heimliche Hochzeit" im Garten "offensichtlich verwirrt und eindeutig falsch informiert" sei. 

Am 22. März, kurz nach Veröffentlichung der Hochzeitsurkunde, meldete sich dann ein Sprecher der Sussexes zu Wort. Über das US-Nachrichtenportal "Daily Beast" räumte er ein, dass "das Paar ein paar Tage vor seiner offiziellen/legalen Hochzeit am 19. Mai persönliche Gelübde ausgetauscht hat." Ein besonderer Moment, aber eben keine Hochzeit. Warum Meghan es im Interview  missverständlich erzählte –  unklar.

Erzbischof Justin Welby äußert sich

Einer, der weiß, was bei der Garten-Zusammenkunft passiert ist, ist Erzbischof Justin Welby, 65. Lange wollte er nichts zu dem Thema Garten-Hochzeit sagen, doch in einem am 30. März veröffentlichen Interview mit der italienischen Zeitung "La Repubblica" brach er schließlich sein Schweigen.

Angesprochen auf die Aussage von Herzogin Meghan sagte er: "Ich hatte vor der Hochzeit eine Reihe von privaten und pastoralen Treffen mit dem Herzog und der Herzogin. Die legale Hochzeit war am Samstag [den 19. Mai 2018]. Ich habe die Hochzeitsurkunde unterschrieben, die ein juristisches Dokument ist, und ich hätte eine schwere Straftat begangen, wenn ich sie in dem Wissen unterschrieben hätte, dass sie falsch war."

Über die vorangegangenen Treffen könne man sagen, was man wolle, doch die Ehe sei nun mal am 19. Mai geschlossen worden. Was drei Tage zuvor passierte, will Justin Welby nicht verraten.

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