Wird dank König Charles ein 539 Jahre alter Kriminalfall gelöst?

  • Die britische Monarchie ist nicht nur heutzutage reich an Geschichten, die sich die Menschen gerne erzählen.
  • Das Mysterium „Die Prinzen im Tower“ beschäftigt die Briten seit nunmehr über 500 Jahren.
  • Doch nun könnte Licht ins Krimi-Dunkel kommen: König Charles III. hat einem modernen DNA-Test zugestimmt – und damit genau das Gegenteil dessen getan, was seine Mutter, die Queen, zeitlebens machte.

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Ein royaler und jahrhundertealter Kriminalfall könnte nun aufgeklärt werden: König Charles III. soll DNA-Tests zugestimmt haben, mit denen das Rätsel gelöst werden könnte – im Gegensatz zu seiner Mutter, Queen Elizabeth II., die Zeit ihres Lebens „Nein“ zu den Tests gesagt hatte.

Dieser Kriminalfall hat alles, was es braucht, um zweifelsohne als spektakulär zu gelten:

  • zwei verschwundene Kinder, eines davon Thronfolger
  • deren Onkel, der sich anstelle des Thronfolgers zum König krönen ließ
  • ein Gefängnis im Tower of London
  • William Shakespeare, der die Geschichte aufgegriffen haben soll
  • Gebeine und Leichen, die Hunderte Jahre später entdeckt wurden
  • eine Reihe von Hinweisen, die an das „Sakrileg“-Buch von Dan Brown erinnern

König Charles III. als Star-Gast im britischen TV

Mysterium „Die Prinzen im Tower“ ist 539 Jahre alt

Doch worum geht es? Das Mysterium „Die Prinzen im Tower“ ist 539 Jahre alt. Im Jahr 1483 starb König Edward IV. unerwartet und hinterließ seine beiden Kinder Edward V. und Richard. Sie kamen in die Obhut ihres Onkels, dem Duke of Gloucester.

Wie unter anderem die britische „Daily Mail“ berichtet, sollen die Kinder – zu diesem Zeitpunkt zwölf und neun Jahre alt – schon bald darauf verschwunden sein. Edward, der ältere, war Thronfolger. Der Legende nach sollen sie von ihrem Onkel, dem Duke of Gloucester, ermordet worden sein. Der Duke of Gloucester wurde später König Richard III. und ließ sich noch im selben Jahr krönen.

200 Jahre später, 1647, entdeckten Arbeiter im Tower of London die Gebeine von zwei Kindern. Zunächst sollen diese achtlos in den Müll geworfen worden sein. Doch einige Zeit später ließ sie der damalige König, der ebenfalls Charles hieß, Charles II. (1630 bis 1685), in einer Urne bestatten. Die wird heute in der Westminster Abbey aufbewahrt.

Ungefähr zeitgleich kommt William Shakespeare ins Spiel. In seinem Stück „Richard III.“ beschreibt er den mächtigen Duke of Gloucester, der zwei Prinzen im Tower of London ermordet hat. Daraus entspann sich eine Theorie, die schließlich in die britische Folklore überging: Hatte Richard die Kinder beseitigen lassen, um selbst König zu werden?

Richard III. starb in der Schlacht von Bosworth Field, eine der wichtigsten Schlachten der englischen Rosenkriege. Seine Leiche wurde nach Leicester gebracht und ohne Zeremonie beerdigt. 2012 wurde sie unter einem Parkplatz wiederentdeckt – das brachte neuen Schwung in den uralten Kriminalfall.

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König Charles III. soll DNA-Tests zugestimmt haben

Die Queen jedoch soll zeit ihres Lebens die DNA-Tests untersagt haben, die notwendig sind, um zweifelsohne herauszufinden, ob es sich bei den Gebeinen der beiden Kinder um die von Edward V. und Richard handelt. Der neue König Charles III. soll der sogenannten Radiokarbonmethode, mit der sich das Alter etwa von Knochen bestimmen lässt, offen gegenüberstehen und einem Test zugestimmt haben. Der Buckingham Palace hat das noch nicht bestätigt.

Im vergangenen Jahr sollen laut „Daily Mail“ Beweise dafür gefunden worden sein, dass Richard III. seine Neffen nicht umgebracht hat. Vielmehr soll er ihnen gestattet haben, unter anderem Namen in einem Dorf unterzutauchen – aus Edward V. wurde „John Evans“. Die Geschichte von der Ermordung der Kinder soll von dem Adelsgeschlecht der Tudors gestreut worden sein, um die Rosenkriege zu beenden.

Bislang soll es auch keine Beweise dafür geben, dass die beiden Prinzen ermordet worden sind. Einige Wissenschaftler sehen die Ursache für diese Vermutung in einer Reihe von Hinweisen, die sich mit denen in der Dan-Brown-Story „Sakrileg“ vergleichen lassen. Auf diese Hinweise stießen sie, nachdem die Leiche von Richard III. unter einem Parkplatz in Leicester entdeckt worden war. Die Hinweise führten ins britische Coldridge.

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Dort soll es unter anderem in einer Kirche das steinerne Bildnis eines „John Evans“ geben, der direkt auf eine Fensterscheibe blickt, auf der Edward V. abgebildet ist – was darauf hindeuten soll, dass die beiden dieselbe Person sind.

Die Hinweise sollen laut den Wissenschaftlern die Theorie stützen, dass Edward und sein jüngerer Bruder unerkannt in einem Dorf gelebt haben und dort auch gestorben sind.

Moderne DNA-Tests könnten nun klären, ob es sich bei den Gebeinen um die der Prinzen handelt. Sie könnten mit denen von Richard III. verglichen werden und so eine verwandtschaftliche Beziehung nachweisen. Richard III. ist heute in der Kathedrale von Leicester beigesetzt.

Verwendete Quellen:

  • Daily Mail: Is the 539-year-old Princes In The Tower murder mystery about to be SOLVED?
  • Bunte.de: Dank ihm steht 539-jähriges Rätsel um verschwundene Prinzen vor Lösung

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