"Bares für Rares": Bei Designlampe nimmt ein Händler den Mund zu voll

In der Dienstagsausgabe von "Bares für Rares" macht eine Designlampe in Form eines riesigen Eierbechers so großen Eindruck auf die Händler, dass einer den Mund viel zu voll nimmt.

"Die Lampe haben meine Frau und ich vor 44 Jahren gekauft, als wir unsere erste gemeinsame Wohnung eingerichtet haben", erzählte Verkäufer Wolfgang Udo Nobel, Diplominformatiker aus Villingen-Schwenningen, über den überdimensionalen Eierbecher.© ZDF
Das dänische Design von Jo Hammerborg kostete damals rund 400 Mark. Allerdings gab es einige Kratzer und eine auffällige Beule. "Die müsste man schon aufwendig rauspolieren" – deshalb drückte Experte Detlev Kümmel den Schätzpreis nach unten.© ZDF
Herr Nobel hatte dennoch eine Preisvorstellung: "Wunschpreis wären mal 500 Euro." Das hielt der Experte trotz der Schäden für machbar: "So ab 400 Euro kann es losgehen und kann bis 500 Euro werden."© ZDF
Horst Lichter hatte mit einer solchen Summe nicht gerechnet: "Wow!" Blieb die Frage: Wie viel würden die Händler für die verkratzte Designerlampe ausgeben?© ZDF
Ein Käufer war mit Daniel Meyer (M.) scheinbar gleich gefunden. "Ich werd' die kaufen!", tönte der Händler. "Für?", interessierte sich Fabian Kahl (2.v.r.) für die Preisvorstellung des Kollegen. Meyer blieb dabei: "Ich werd' die kaufen! Ich fang' mit 150 Euro an!"© ZDF
In Jan Cizek (l.) fand er aber einen Gegner, denn auch dem gefiel das Licht der Lampe. Wie viel war Daniel Meyer wohl bereit für das Designerstück auf den Tisch zu blättern?© ZDF
Bei 310 Euro wurde die Luft schon dünner und Meyer immer kleinlauter. Bei 340 Euro zögerte er: "Tu ich noch einen raus oder nicht?" Für Fabian Kahl gar keine Frage: "Na, du hast vorhin 'ne Ansage gemacht!" Meyer lachte beschämt: "Jaaa, ich sag viel …"© ZDF
Jan Cizek erhöhte auf 350 Euro. Da ging Daniel Meyer nicht mehr drüber: "Verdammt, ich bin raus!" Vielleicht hätte er vorher den Mund nicht zu voll nehmen sollen. Herr Nobel nahm's mit Humor und war dennoch zufrieden.© ZDF
Ein goldener Ring aus den 1960er-Jahren begeisterte die Händler ebenfalls. Dafür gab's 200 Euro, obwohl der Stein nur synthetisch war.© ZDF
Eine Kodak-Fotokamera mit Faltenbalg von 1910 brachte es nur auf 60 Euro, da sie zwar hübsch aussah, aber nicht mehr funktionierte.© ZDF
Das kleine Porzellanfiguren-Paar von Meissen nach einem Design von August Ringler stammte aus der Zeit zwischen 1890 und 1900. Trotz Beschädigungen gab's dafür noch 410 Euro.© ZDF
Das Kernstück aus Silber war aus der Zeit zwischen 1910 bis 1920 und deshalb trotz Elfenbeingriffen legal verkäuflich. Dafür sprangen 1.350 Euro heraus.© ZDF
Und eine goldene Brosche mit zwei Opalen von 1900 holte mit 320 Euro mehr als den Schätzwert.© ZDF
Quelle: Lesen Sie Vollen Artikel