"Das perfekte Dinner": Schon erster Gang "wie ein Orgasmus im Mund"

"Das perfekte Dinner" startete am Montag, 20. Juni 2022, mit der "Woche der Vielfalt". In der stellen sich Menschen an den Herd, die sich fern der heteronormativen Gesellschaftsvorstellung bewegen, nach der jeder Mensch heterosexuell und cis ist (sich also mit dem Geschlecht identifiziert, dem er bei der Geburt zugeordnet wurde). Den Anfang macht trans Mann Max, 35, Aktivist, Kinderbuchautor und Diversity-Berater, der mit seinem Menü die Messlatte bereits an Tag 1 enorm hoch ansetzt.

„Das perfekte Dinner“-Kandidat:innen stehen für unterschiedliche Lebensrealitäten

Selten sind die Kandidat:innen in der neuen "Das perfekte Dinner"-Woche so bunt. Ganz nach dem Motto der Vielfaltswoche geben sich unterschiedliche Menschen mit verschiedenen Lebensrealitäten in den nächsten Tagen die Klinke in die Hand. Tim, 32, ist schwul und evangelischer Pfarrer, Cathy, 24, ist genderfluid, was bedeutet, dass sich Cathys Geschlecht über einen bestimmten Zeitraum oder in gewissen Situationen ändern kann und nicht an das starre binäre System von Mann und Frau gebunden ist. Wie Cathy selbst sagt: "Manchmal als Mann, manchmal als Frau und meistens irgendwo dazwischen." Die Runde komplett machen Josi, 28, Influencerin und trans Frau, und Steph, 29, ebenfalls eine trans Person und Model.

Max beweist sein Können

"Kochen ist meine größte Leidenschaft", sagt Max selbst und zeigt mit dem Ergebnis, dass dieser Satz nicht nur heiße Luft ist. Schon die Vorspeise – Spargelsuppe mit Kurkuma und Orangenöl – begeistert die anderen Teilnehmer:innen enorm. Für Josi war die Suppe "wie ein Orgasmus im Mund" und Cathy setzt noch einen drauf und erklärt Max kurzerhand bereits am ersten Tag zum Sieger der Woche. Die Hauptspeise, die wie die anderen beiden Gänge strikt vegan ist, kann nicht mehr ganz so überzeugen. "Es war ein bisschen so, als würde ich zusammengewürfelte Körner essen", beschreibt Josi die Seitan-Steaks mit überbackenem Zitronen-Kräuter-Blumenkohl und crunchy Fächerkartoffeln. "Nicht ganz so mein Ding", ist Cathys Resümee.

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Auch das Dessert erhält nicht nur Lob: Der vegane Mango-Cheesecake ist nach Josis Meinung mehr "bröseliger Kuchen mit Mango". Auch Tim muss der Kritik zustimmen: "Es war nicht das Leckere und Cremige, was man von einem Cheesecake kennt." Den guten Bewertungen tut das allerdings keinen Abbruch: Mit 38 von 40 möglichen Punkten ist Max ein nahezu perfektes Dinner gelungen – und Cathys Siegeserklärung könnte sich damit tatsächlich als nicht zu verfrüht herausstellen.

Verwendete Quellen: tvnow.de, queer-lexikon.net

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