Disneys "Mulan": Boykottaufrufe überschatten Start

Seit vergangener Woche ist die Realverfilmung von Disneys “Mulan” auf der konzerneigenen Streamingplattform verfügbar. Aufgrund eines Details im Abspann gibt es in sozialen Netzwerken wütende Reaktionen.

Disney machte zunächst keine Angaben dazu, was genau die Kooperation beinhaltete und ob in Xinjiang gedreht wurde.

Allein die Danksagung sorgte jedoch für eine Welle wütender Reaktionen, wie Sie an folgenden Tweets erkennen können:

Es sei “kapitalistische Ausbeutung von ihrer besten Seite”, wenn ein Blockbuster in Teilen in der Nähe von Dörfern gedreht wird, wo die Polizei mit Masseninternierungen beschäftigt ist, schrieb der China-Forscher und Xinjiang-Experte Adrian Zenz auf Twitter. “Es wird immer schlimmer!”, kommentierte der bekannte Hongkonger Demokratie-Aktivist Joshua Wong unter dem Hashtag #BoykottMulan. Disney beteilige sich mit seinem Vorgehen an der Masseneinkerkerung muslimischer Uiguren. 

Wie in der Vorlage des Zeichentrickfilms von 1998 erzählt “Mulan” die Geschichte einer mutigen, selbstbewussten jungen Frau, die heimlich in Männerkleider schlüpft, um statt ihres gebrechlichen Vaters für den Kaiser zu kämpfen.

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Der Film, der wegen der Corona-Pandemie am vergangenen Freitag nicht im Kino, sondern auf Disneys Streaming-Portal angelaufen war, hatte schon vorher scharfe Kritik auf sich gezogen. So gab es bereits Boykott-Aufrufe, nachdem die Hauptdarstellerin Liu Yifei vor dem Hintergrund der Demokratieproteste in Hongkong Verständnis für die Polizei geäußert hatte. Außerdem stören sich Fans daran, dass sie trotz eines Abos der Streamingplattform Disney+ zusätzlich rund 22 Euro zahlen müssen, um sich den Film anzuschauen.

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