FDP bekommt 750.000 Euro aus der "Höhle der Löwen"

Die FDP kann sich über eine Riesenspende freuen. Dahinter steckt ein Mann, den Zuschauer als Investor in der “Höhle der Löwen” kennen.

In der aktuell laufenden Staffel, der inzwischen 9., hat er noch keinen Deal abgeschlossen, in der 8. war er mit Investitionen von 450.000 Euro auch eher sparsam. Dafür bekommt die FDP jetzt 750.000 Euro – auch wenn Kofler dafür keine Anteile erhält, wie in der TV-Sendung sonst üblich. Er habe die Summe am Donnerstag angewiesen, sagte er dem “Handelsblatt”.

“Kraftvolles Signal der Unterstützung”

Mit der Spende wolle er “ein kraftvolles Signal der Unterstützung” für die Partei senden. Er nannte das Wahlprogramm eine “intellektuelle Freude für alle, denen Freiheit, Marktwirtschaft, Unternehmertum, Eigenverantwortung und Leistungsbereitschaft am Herzen liegen”.

Zugleich wunderte er sich über die Überschrift des Artikels im “Handelsblatt”, wonach er “Aus Angst vor den Grünen” spende. Vom Grünen-Program hält er aber offensichtlich wenig: Es sei eine Summe von Forderungen, “die direkt in einen dirigistischen Staat, eine sozialistische Planwirtschaft mit neokommunistischen Elementen führt”.

Dabei haben die Grünen gerade erst eine noch höhere Spende erhalten: Eine Million Euro erhielt die Partei Mitte April von Softwareentwickler Moritz Schmidt, nach seinen Angaben aus “Bitcoin-Gewinnen”, die er “als unverdienten Reichtum” ansieht.

In der Unternehmer-Show “Die Höhle der Löwen” dürfte aber die Sympathie für die FDP überwiegen: Frank Thelen etwa durfte die FDP bei der Wahl des Bundespräsidenten vertreten, hat aber zur Bundestagswahl 2017 FDP und Union unterstützt. Treue Fans der Sendung erinnern sich auch noch an Lencke Steiner, die in den ersten beiden Staffeln 2014 und 2015 dabei war. Sie heißt heute Lencke Wischhusen, ist Mitglied im Bundesvorstand ihrer Partei und Vorsitzende der FDP-Fraktion in der Bremischen Bürgerschaft. 

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Bei Carsten Maschmeyer hatte die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” 2012 gemeldet, dass er für FDP als Bundestagskandidat antritt – das war aber ein Aprilscherz. Investorin Dagmar Wöhrl ist dagegen in der CSU, sie gehörte von 1974 bis 2017 dem Bundestag an.

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