Lara-Isabelle Rentinck: Über Herausforderungen am Set, Liebe nach Drehbuch und Hass im Netz

Intrigen, hinterlistige Aktionen und Rücksichtslosigkeit – damit kennt sich Lara-Isabelle Rentinck, 34, als Amelie Fährmann in der beliebten Telenovela "Rote Rosen" aus. Doch ihre Serienfigur ist weitaus vielschichtiger. Etwas, das Rentinck besonders mag. Humor, Disziplin und Gefühle spielen eine ebenso große Rolle, wie die dunkle Seite von Amelies Charakter. 

Im GALA-Interview hat die Schauspielerin über die Herausforderungen ihres Jobs, die Harmonie am Set und ihre Wünsche für weitere Dreharbeiten gesprochen.

Lara-Isabelle Rentinck sucht die Herausforderung 

Gala: Sie stehen seit 2019 als Amelie Fährmann vor der Kamera für "Rote Rosen". Was gefällt Ihnen an ihrer Rolle besonders?

Lara-Isabelle Rentinck: Ich suche immer nach einer neuen Herausforderung, wenn ich mich auf eine Rolle einlasse. Die Figur der Amelie gibt mir genau das, was ich als Schauspielerin liebe: Nämlich einen Charakter zu verkörpern, der oftmals Mut erfordert und somit Emotionen, Eigenschaften und Geschichten bespielt, die nicht alltäglich sind. Mit "Amelie" wartet jede Woche eine neue und spannende Aufgabe auf mich.




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Können Sie sich in einigen Punkten auch mit Amelie identifizieren oder ist gerade dieser Bruch das Spannende?

Was wir definitiv gemeinsam haben ist die Kunstverbundenheit. Ich bin zwar keine begnadete Künstlerin, aber ich bin schon immer ein kreativer Mensch gewesen, habe viel gebastelt und gemalt. Als ich die Zusage für "Rote Rosen" bekam, traf ich mich in Berlin mit einem Künstler als Vorbereitung auf meine Rolle. Durch das damit verbundene Schnuppern von Kunstluft habe ich für mich das Malen wiederentdeckt.

Darüber hinaus verbindet uns, dass wir beide sehr diszipliniert und nicht auf den Mund gefallen sind. Amelie ist karriereorientiert und wird sich auch im Laufe dieser Staffel für Themen wie Gleichberechtigung einsetzen – es gibt viele Punkte, die ich an ihr bewundere, beispielsweise ihre Entschlossenheit und ihr Selbstbewusstsein. Sie lässt sich nicht beirren, auch wenn ich es persönlich oftmals fragwürdig finde, wie sie zu ihren Zielen gelangen will.

Bekommen Sie auch Nachrichten von Zuschauern mit bösen Kommentaren zu Ihrer Rolle? Und wenn ja, wie reagieren Sie darauf?

Tatsächlich habe ich das große Glück, dass es bis jetzt selten passiert ist. Die meisten Zuschauer können Fiktion und Realität schon unterscheiden und viele sehen auch, dass der Charakter der Amelie sehr humorvoll sein kann. Überwiegend bekomme ich das Feedback, dass meine Rolle "das Salz in der Suppe" ist und es ohne sie langweilig wäre.  

Auf Amelie kommt eine Liebesgeschichte mit dem Künstler Tristan zu. Nicht nur vor der Kamera scheint die Chemie zu stimmen – auch abseits. Wie wichtig ist ein gutes Verhältnis zwischen Kolleg:innen? Erleichtert es die Arbeit?

Ja, enorm! Natürlich dreht man im Laufe des Lebens mit Kolleg:innen, mit denen es nicht so harmoniert, aber in diesen Situationen ist es unsere Aufgabe damit klarzukommen und professionell zu sein. Je besser man sich privat versteht, den gleichen Humor teilt, desto mehr entwickeln sich auch vor der Kamera oftmals ganz spontane Dinge, die sonst so vielleicht nicht passiert wären. Bei "Rote Rosen" habe ich wirklich sehr viel Glück. U.a. mit meinen Kollegen Hermann Toelke, Wolfram Grandezka und Jelena Mitschke funktioniert das perfekt. 

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Worauf dürfen sich die "Rote Rosen"-Zuschauer in den kommenden Wochen freuen?

Es wird natürlich viel passieren. Bei Amelie steht die große Liebesgeschichte an und sie wird erneut etwas weicher werden und nicht mehr nur auf ihren eigenen Vorteil bedacht sein. Amelie beginnt nach einem neuen Sinn im Leben zu suchen – denn sie verliert ihren größten Schatz: das Hotel. Dadurch wird so sie vor einer großen Leere stehen und sich nach einer neuen Bestimmung umsehen. Die nächsten Wochen werden Höhen, Tiefen und Schreckmomente haben.

Was wünschen Sie sich für ihre Rolle der Amelie?

Ich würde der Amelie wirklich eine Liebe in ihrem Leben wünschen. Natürlich wird es nicht immer so sein, dass sie nur glücklich ist und alles harmonisch abläuft – immerhin ist es eine Telenovela – aber ich würde ihr einen tollen Partner wünschen. Ich freue mich jedenfalls auf die neuen Herausforderungen. Ich bin sehr dankbar für meine Rolle und habe großes Glück, da die Drehbuchautoren mir wirklich tolle Geschichten schreiben. Sicher ist: es wird einen Wandel bei Amelie geben; auch charakterlich. 

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