Nancy Lehmann ist einer der größten Pechvögel der "Goodbye Deutschland"-Geschichte

  • Das Leben hält sich nicht an Pläne – das ist die Quintessenz der drei Auswanderungsgeschichten, die die aktuelle Folge der Vox-Doku „Goodbye Deutschland“ zeigte.
  • Besonders hart hat es Nancy Lehmann getroffen: Deren Fitnessstudio auf Gran Canaria musste elf Tage nach der Eröffnung wieder schließen.

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Eine ungeplante Schwangerschaft, eine fehlende Einreiseerlaubnis und Lockdown-Sorgen: In der aktuellen Folge der Vox-Dokusoap „Goodbye Deutschland – Die Auswanderer“ ging es um drei Schicksale, die alle eins gemeinsam hatten: Eigentlich hatten sich die Protagonistinnen und Protagonisten alles ganz anders vorgestellt.

Gabi Howell etwa, die seit Jahren von einer Auswanderung nach Mallorca geträumt, diese aber ihrem Sohn André Cromartie zuliebe immer wieder verschoben hatte. Endlich hatte sie ihn – auch dank dessen Freundin Jessica Armbrust – so weit. Doch der Start auf der Baleareninsel gestaltete sich holprig.

Der Vorbesitzer hatte sein Sushi-Lokal, das die Familie zum Pfälzer Imbiss umgestalten wollte, ziemlich verdreckt hinterlassen, Touristinnen und Touristen waren wegen Corona auf der Insel rar gesät und dann war da auch noch das Baby in Jessicas Bauch, mit dem zu Beginn der Auswanderungspläne niemand gerechnet hatte – und das sich aufgrund von Fruchtwassermangel nun zu langsam entwickelte.

Mit ganz anderen Komplikationen hatten dagegen Desiree Guion-Firmin und Christian Kratteit zu kämpfen, die mit ihren kleinen Söhnen Noel und Ciel nach Thailand auswandern wollten. Das Land war wegen der Coronakrise nämlich sozusagen „geschlossen“, die Familie durfte nicht einreisen. Nach Monaten des Wartens fassten sie daher einen Entschluss: Dann eben erst mal Dubai, das liegt immerhin schon mal auf halber Strecke. Ein Zwischenstopp, der sie aber plötzlich alles noch mal überdenken ließ …

Arbeit weg, Wohnung weg – und jetzt?

Neu denken und improvisieren musste auch Nancy Lehmann. Die alleinerziehende Zweifachmama zählt wohl zu den größten Pechvögeln der „Goodbye Deutschland“-Geschichte. Und das nicht nur, weil die Beziehungen zu den Vätern ihrer Kinder (9 und 3) jeweils kurz nach beziehungsweise vor der jeweiligen Geburt in die Brüche gingen.

Am 1. März 2020 hatte die ehemalige Animateurin dann ihr eigenes Fitnessstudio auf Gran Canaria eröffnet, nur um es elf Tage später wieder schließen zu müssen, weil Spanien in den Lockdown ging. Und es kam noch schlimmer: Wegen Eigenbedarf wurde Nancy die Wohnung gekündigt, mit Sohn Noah und Tochter Maya hauste sie seit einigen Wochen im Fitnessstudio.

„Ich bin täglich am Kämpfen“, stellte sie fest, ohne dass es nach Jammern klang. Sich ihre Sorgen nicht anmerken zu lassen, habe sie als Animateurin gelernt, erklärte sie, da müsse man schließlich „immer happy“ sein. Vor allem ihre Kleinen sollten nicht merken, wie hart das Leben manchmal für sie ist: „Die sind Kinder und sollen auch Kinder bleiben.“

Auch ihren Kundinnen und Kunden zeigte sie vor allem ihre fröhliche Seite. Und ihre Willensstärke wurde belohnt: Die Kämpferin fand eine neue Wohnung, auch ihr Terminkalender als Fitnesstrainerin füllte sich langsam wieder. Entgegen kam ihr dabei, dass zeitweise die großen Studios noch nicht öffnen durften, während sie als Personal Trainerin im Studio bis zu zwei Leute und am Strand auch größere Gruppen unterrichten durfte.

„Goodbye Deutschland“: Endstation Inselparadies?

Mit Hoffnung endete auch der Erzählstrang der Wahlmallorquiner um Gabi Howell: Die kleine Melina kam vier Wochen zu früh, aber völlig gesund zur Welt und machte die unsichere finanzielle Situation der Familie erst mal vergessen. Nur Mama Jessica musste sich noch von den Strapazen der Geburt erholen, konnte sich dabei allerdings auf die Unterstützung von Freund und Schwiegermama verlassen – und die ihrer Mama Irene, die wenig später kurzerhand ebenfalls ausgewandert war.

Und Desi und Christian? Denen gefiel es im eigentlich nur als Zwischenstation gedachten Dubai so gut, dass sie plötzlich Zweifel hegten, ob Bangkok wirklich der Wohnort ihrer Träume war. Nach drei Monaten allerdings wagten sie den Umzug doch, nur um wenig später weiter auf Koh Samui zu ziehen, wo die Gebühren für Noels Schule niedriger ausfallen. Endstation Inselparadies? Vermutlich nicht: Zumindest solange die Kinder klein sind, will das Paar weiter reisen und Erfahrungen sammeln. Fortsetzung folgt!

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