Skurriler Staffelauftakt für Kölner "Soko"

Köln (dpa) – „Ich hab‘ jemanden umgebracht“, vertraut Enno Schmidt im Retro-Jogginganzug dem Kommissar an. Wen? Weiß er nicht. Wo die Leiche ist? Auch nicht. Nur dass der Tote als Schwein verkleidet war.

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So absurd der neue Fall für die „Soko Köln“ am Dienstag (21.9.) am angestammten Sendeplatz um 18.00 Uhr im ZDF startet, so skurril geht die erste Folge der 18. Staffel weiter. Enno Schmidt ist Spross einer Gauner-Familie, bestens bei der Polizei bekannt. Auch wenn sie den Berichten zufolge einiges auf dem Kerbholz haben, scheinen ihre Coups eher zufällige Glückstreffer zu sein – so ungeschickt agieren sie.

Vater Henry erzählt dem Polizisten zum Beispiel mir nichts, dir nichts, er arbeite gerade an einem „klugen Plan, wie man die Domschatzkammer ausräumen kann“. Einst verdienten sie ihr Zubrot mit Taxis. „Wir machen jetzt E-Scooter“, erklärt wiederum Enno den Beamten. „Da kriegt man Geld dafür, dass andere selber fahren.“

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Tollpatschig wirkt er. Dass er morgens zwischen 5.00 und 6.00 Uhr joggen war, erklärt er mit den Worten: „In diesen Stunden entscheidet sich, wer Erfolg hat im Leben.“ An jenem Morgen er wohl eher nicht – gibt er doch an, den Mord begangen haben. „Ich hab‘ noch nie jemanden umgebracht“, sagt er mit Fahne. „Der Alkohol hat mir den Mut gegeben, mich gleich zu stellen.“ Nur glauben will ihm der Ermittler nicht.

Bis die Wasserschutzpolizei eine Leiche aus dem Rhein zieht: im Schweinekostüm. „Das arme Schwein“, kommentiert eine Kommissarin trocken. Kölner Humor? Oder Humor der „Soko Köln“?

Die Ermittlungen führen das Team um Helena Jung auf den Großmarkt eines Niederländers. Dessen Tochter hätte an diesem Tag eigentlich heiraten sollen. Doch der Bräutigam tauchte nicht auf: Er ist der verkleidete Tote. Ein Dummkopf, wie der Vater sagt. Und es geht grotesk weiter. Auf die Frage, ob der den Polizisten Auskünfte geben kann, antwortet er schmerzbefreit: „Ja, ich hab‘ jetzt ja Zeit.“

Die Soko Köln gibt es seit 2003 im ZDF. Sie ist der dritte Ableger der „Soko“-Reihe. Sonja Baum als Teamleiterin Jung ist seit einem Jahr dabei. „Ich habe mich inzwischen mehr als eingelebt“, sagt Baum laut Presseheft. Die Stammbesetzung mit Matti Wagner (Pierre Besson), Jonas Fischer (Lukas Piloty), Vanessa Haas (Kerstin Landsmann), Lilly Funke (Tatjana Kästel) und Rechtsmediziner Philip Kraft (Thomas Clemens) bleibt in der neuen Staffel die bekannte.

In 20 Folgen geht es nach Angaben des Mainzer Senders unter anderem um Schutzgelderpressung, um einen ermordeten Herzchirurgen und um ein „Assessment-Center“, bei dem die Kandidaten für einen hohen Posten in der Wirtschaft versuchen, sich gegenseitig auszubooten. In der Folge „Geschlagene Frauen“ sei Helena persönlich sehr involviert, verrät Schauspielerin Blum. Und nach zehn Jahren trifft sie ihre große Liebe Cem (Renato Schuch) wieder – schon in der ersten Folge „Enno war’s“.

Die hat Regisseurin Janis Rebecca Rattenni in der Farbgebung sommerlich inszeniert. Manche Szenen erinnern an leicht verblasste Urlaubsfotografien. Das Buch von Mira Roth und Thomas Frydetzki legt aber Tempo vor. Der Tote starb während seines Junggesellenabschieds, wie sich herausstellt. Die Teilnehmer: Mitarbeiter der Firma, vom Schwiegervater bezahlt. Todesursache: Halluzinogene, die sich im Liquid seiner E-Zigarette befanden. Doch der Tote war kein Heiliger, seine Liebe nicht exklusiv, wie sich herausstellt.

Auch Helenas wiederentdeckte Liebe scheint nicht konfliktfrei zu sein. Zwar wirkt die Kriminalhauptkommissarin in Folge eins der neuen Staffel noch schwer verschossen. Doch deutet Darstellerin Blum für den Staffelverlauf an: „Helena ist verliebt, durcheinander, befindet sich im Konflikt zwischen privaten und beruflichen Intentionen.“

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