So nutzten Joko und Klaas ihre 15-minütige Sendezeit

Ihre gewonnene Sendezeit nutzen Joko und Klaas, um auf die Zustände in Moria aufmerksam zu machen. Kurz vorher warnte das Moderatoren-Duo die Zuschauer vor den dramatischen Bildern. 

“Diese Bilder sind nicht für Kinder geeignet”

Bevor sie den Dokufilm “A short story of Moria” abspielten, warten sie die Zuschauer. Denn die angekündigten Aufnahmen seien am Rande des Erträglichen. “Ganz wichtig: Diese Bilder sind nicht für Kinder geeignet. Bitte nicht mit Kindern schauen”, appellierte Klaas an das Publikum.

In dem Film schilderte ein 21-jähriger Flüchtling aus Afghanistan, unter welch widrigen Bedingungen er nach Europa kam und auf welch unwürdige Zustände er traf.

In einem Videocall erzählte der junge Mann von den katastrophalen Bedingungen in dem inzwischen bei einem Feuer zerstörten Lager Moria auf der griechischen Insel Lesbos. In den Aufnahmen waren auch Tränengaseinsätze der griechischen Polizei zu sehen und viele weinende Kinder. “Kümmert euch um dieses Chaos”, appellierte der Mann.

“Wir wollen, dass jeder weiß, welche Zustände mitten in Europa existieren”, erklärte Joko. Klaar ergänzte: “Vielleicht können die 15 Minuten dazu beitragen, dass mehr Menschen Bescheid wissen, wenn man den Begriff ‘Moria’ hört oder liest.”

Sexuelle Übergriffe gegen Frauen 

Die beiden Entertainer behandeln in ihrer Sendung “Joko & Klaas Live” immer wieder gesellschaftlich relevante Themen. So warfen sie einmal mit der fiktiven Ausstellung “Männerwelten” ein Schlaglicht auf sexuelle Übergriffe gegen Frauen oder veranstalteten zuletzt eine Art Verschwörungsquiz im Stile einer Call-in-Show.

Die freie Sendezeit hatten sich die Moderatoren in der am Dienstag ausgestrahlten, aber schon vor einem Monat aufgezeichneten Show “Joko & Klaas gegen ProSieben” erspielt, in der sie in mehreren Wettkämpfen gegen ihren Arbeitgeber antreten.

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Direkt nach der Aufzeichnung vor vier Wochen hatten sie demnach schon beschlossen, die gewonnene Sendezeit Moria zu widmen und zahlreiche Kontakte dorthin geschlossen. “Wir wollen, dass jeder weiß, was an der EU-Außengrenze passiert”, so das Moderatoren-Duo. 

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